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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 05.08.25 17:28 |
| Bezeichnung: |
Scheurebe - Randersacker Marsberg - Klassiker - trocken - Kabinett - Pw |
| Winzer/Produzent: |
Trockene Schmitts |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Lage: |
Marsberg (Randersacker - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2022 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Scheurebe |
| Alkohol (Vol.%): |
12 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
RZ 0,4 g/l,
AP 3879 013 23 |
| Preis: |
8,3 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 19.05.2023 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
grandios |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
05.08.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 23.06.2023:
Optisch ein helleres Strohgelb im Glas, nasal gibt's Frühlingswiese mit einigen Gelbblumen, aber löwenzahnfrei, schon hier sehr frisch anmutend. Gaumenmäßig gesellen sich noch ein paar frische, würzigere Kräuter dazu, dezent auch etwas Lakritziges, die stramme Säure hat damit aber kein Problem und hält alles souverän auf der niederviskosen Seite, bodenseitig drängt sich mir eher Gipskeuper auf, der meines Wissen jedoch erst deutlich weiter im Süden anfängt. Beim ordentlich langen Abgang ist die Gelbblumendichte relativ höher, auch hier sorgt die quirlige Säure für fortgeschrittene Frischegefühle.
Das ist in erster Linie eine unkomplizierte, knackig-frische Scheurebe, die natürlich dem Motto des Hauses folgend knarztrocken ist (0,4 g/l RZ), aber dennoch mit ihrem recht intensiven, trotzdem komplett parfümfreien Blumenextrakt für Druck und vor allem Zug gleichzeitig sorgt, taugt somit auch wunderbar zum Essen (hier ein fischiges Dreierlei als Vorspeise) als auch solo in der Sommersonne. Zumindest hier ist nichts vom befürchteten 22er Warmjahr-Einfluß zu spüren, mal sehen, wie sich das weiter entwickelt. In jedem Fall ein klares Zeichen an alle, die ihren Scheureben hohe einstellige bis zweistellige Restzückerchen mitgeben: das muß nicht sein!
Wertung vom 23.06.2023: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 19 von 25
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Verkostung vom 05.08.2025:
Optisch ein Goldgelb mit Messingschleier, nasenmäßig zeigt sich die Scheu dann sehr intensiv mit einem leicht extraktsüßlichen Mix aus Limette, Zitrone und Pomelo plus Jostabeere sowie feiner Kräuterei mit Estragon, Kerbel und Oregano. Geschmacklich dann auch dieser sehr substantielle und dennoch auch sehr beschwingt wirkende Agrumenextraktmix plus Jostabeere sowie hier auch etwas weißer Johannisbeere, mit Luft dann noch aufkommendes Steinobst; die agile Säure kommt mit dem Extrakt sehr gut zurecht, die Kräuter bestätigen sich, der Muschelkalk ebenso, allerdings nur mit etwas genauerem Hinschauen bzw. Hinschmecken. Der Nachhall währt locker 3 Minuten und offeriert neben der hier gelberen Agrumik auch deutlich Weinbergspfirsich, im Finale dann aber wieder Zitruskonzentrat vom Feinsten.
Wenn man bedenkt, daß dieses Getränk gerade mal 8,3 Euronen ab Hof gekostet hat, ist das PLV dieser Scheu geradezu astronomisch. Einerseits mit 0,4 g/l Restzucker knarzetrocken, andererseits liefert der Extrakt eine nicht geringe, aber auch komplett unbelastende Süßeanmutung, die den Vorteil hat, daß sie nichts von der sehr klaren, fast schon kantigen Aromatik überdeckt. Für mich ein sehr großer, kleiner Wein, der nicht nur in seiner Klasse einem enormen Anspruch standhält, hat sich in den zwei Jahren seit dem Erstkontakt auch nochmal ordentlich nach vorne gearbeitet, große Freude! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/08/05/hochzeits-scheu/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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