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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 19.10.25 20:46 |
| Bezeichnung: |
Riesling - Iphöfer Julius-Echter-Berg - trocken - VDP.Große Lage - GG |
| Winzer/Produzent: |
Wirsching |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Lage: |
Julius-Echter-Berg (Iphofen - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2015 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Riesling |
| Alkohol (Vol.%): |
13,5 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
AP 5011 059 16 |
| Preis: |
28 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 06.10.2017 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
19.10.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 09.05.2023:
Dem Auge bietet sich ein dunkleres Goldgelb, dann eine intensive Steinobstnase plus etwas Kaki mit leichter Kräuterspur, mit Luft auch leicht Orange. Geschmacklich auch sehr intensiv, die Frucht gleitet aufgrund ihrer Opulenz zwar leicht zum Plakativen hin, bleibt aber trotz aller Dichte auf der angenehmen Seite, auch mit Luft ein leichte, orange Agrumenerscheinung, mit noch mehr Luft dann die Entwicklung zur Bitterorange hin; gut austarierte Säure, kräuterig-kalkige Basis. Mehrminütiger Abgang mit nochmaliger Opulentisierung der Fruchtseite, die Säure hält das aber noch knapp im Fluß.
Das ist schon ziemlich viel Wein im Glas, mir persönlich fast zu viel; für eine Wertung in den "3ern" fehlt es mir persönlich an Spannung und Finesse, ich kann mir aber vorstellen, daß das bei so manchem deutlich besser ankommt als bei mir. Steht m.E. deutlich hinter dem "Sister.Act"-Riesling aus gleichem Hause zurück.
Wertung vom 09.05.2023: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
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Verkostung vom 19.10.2025:
Ein dunkleres Goldgelb im Glas, nasal gibt’s Steinobst plus etwas Exotik -vor allem Mirabelle und Kaki- in halb sekundärer, halb primärer Form, unterlegt mit einem vegetabilen Hauch, der partiell in eine feine Kräuterspur mündet. Geschmacklich wird die Frucht „zwischen den Welten“ ebenfalls von dieser subtilen Spur aus Kräutern und Grüngemüse begleitet, die Säure wirkt auf den ersten Schmeck eher überschaubar, arbeitet aber im Hintergrund weit mehr als befriedigend, bodenseitig eine assoziierte Mischung aus Kalk und Lehm. Der ordentlich lange Nachhall ist leicht cremig, was von der Säure aber souverän bewältigt wird, die nobel grünliche Welle zieht sich hier besonders prägend durch.
Ob’s nun den zweieinhalb Jahren mehr Reife oder den spezifischen Eigenschaften des Korkens dieser Flasche zuzuschreiben ist: durch die nicht mehr vorhandene Fruchtopulenz ist dieser Riesling nunmehr erheblich ernsthafter und gleichzeitig auch spannender als bei der Erstbegegnung, da keine Maskerade durch die Früchtchen mehr stattfindet. Weiters zeigt dieses GG auch im zehnten Jahr nicht mal eine Spur der (bei mir) berüchtigten Rieslingreifenoten, dennoch wirkt das Ganze erfreulich erwachsen. Hat mich heute in höchstem Maße überrascht! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/10/19/ziemlich-viel-gg/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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