|
Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 19.08.25 12:51 |
| Bezeichnung: |
[Cuvée] - Crazy crazy - Marto - [brut nature] - [Pét Nat] - Perlwein |
| Winzer/Produzent: |
Weingut Wörner |
| Land / Region: |
Deutschland - Rheinhessen |
| Jahrgang: |
2021 |
| Typ: |
Schaumwein |
| Rebsorte: |
Cuvée |
| Alkohol (Vol.%): |
9,5 |
| Verschluss: |
Kronkorken |
| Weitere Angaben: |
Cuvée aus Huxelrebe, Müller-Thurgau und Würzer,
L 2821 |
| Preis: |
16,6 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Weinfurore - 27.09.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25 |
| Preis / Genuss: |
gut |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
18.08.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 13.04.2023:
Optisch ein helles, sehr trübes Ocker, mitteldichter, sehr feiner Blubber, der zwar im Glas irgendwann verschwindet, aber im Mund dann jeweils wieder auflebt. Riecht nach grünen Äpfeln, Löwenzahn und trockenen Holunderblüten (in einer Fremd-Weinbeschreibung steht Orangenblüte, kann ich aber gerade nicht verifizieren), sehr frisch-grünlich-floral und gerbstoffig anmutend. Schmeckmäßig geht das so weiter, "Crazy crazy" ist trotz der gerade mal neuneinhalb Umdrehungen knarztrocken und dennoch fern jeder Substanzlosigkeit, knackige Säure, die Zitronensaft mit Kalkmilch mitbringt, weniger gerbstoffig als nasal erwartet. Der ziemlich lange Abgang räumt dann Rachen und Speiseröhre gut auf, Zitrone und Frühlingswiese halten sich schier ewig auf kaum abflauendem Niveau.
Ich hatte erst Sorge, dieser Perlwein könnte aufgrund des vergleichsweise niedrigen Alk-Gehalts ein deutliches Zuckerschwänzchen mit sich führen, gefühlt sind wir hier jedoch tatsächlich bei zéro. Ganz hervorragendes Schaumgetränk, einerseits sehr unkompliziert ("funky" lt. einer Bezugsquelle), dabei aber höchst eigenständig und total unbanal, großer Spaß!
Wertung vom 13.04.2023: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25
-------
Verkostung vom 16.02.2024:
In aufgeschüttelt zeigt sich ein trübes Gelbocker im Glas, sehr sehr feine Perlage, die auch noch gut wirkt, wenn sie kaum mehr sichtbar ist. Geruchlich zeigen sich vor allem kreidig-kalkige Gelbagrumen von Zitrone über Ugli bis Pampelmuse, ein miniwinziger Kohlhauch noch. Geschmacklich dann wie erwartet knarzetrocken, zu o.g. Gelbagrumik kommen auch noch grüne Zwetschgen hinzu, die Säure ist ziemlich kernig, steinseitig ein sehr kühles Tuffbett. Auch der minutenlange Abgang lebt von der einerseits kantig-klaren, andererseits durch die Kreide auch angesamteten Zitrusfrucht, die hier besonders kompromißlos trocken wie säurebetont erscheint.
Nach wie vor ein sehr fordernder PétNat, mit dem man wohl nur dann seine Freude hat, wenn man fortgeschritten säureresistent ist, sonst besser Finger weg! Ansonsten ist das ein höchst animierender Frischling, der auf den ersten Schmeck recht unkompliziert erscheint, aber vor allem hinsichtlich seiner Struktur alles andere als banal ist, große Freude!
Wertung vom 16.02.2024: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25
-------
Verkostung vom 18.08.2025:
Ich habe mir gestern beim Verkosten nur mal kurz meine letzte Notiz dazu angesehen, da ich Gäste hatte und konnte dabei feststellen, daß mein letztes Geschreibsel zu dem PétNat immer noch ziemlich gut paßt. Einzig das verwendete Wort „kompromißlos“ würde ich für den gestrigen Eindruck ein bißchen abmildern, wobei das sowohl in der Entwicklung des Weins als auch meiner Tagesform begründet sein kann. In jedem Fall aber top in Form, kein Grund zur Eile hinsichtlich weiterer, ggf. noch verfügbarer Flaschen… |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/08/19/10-3/ |
| Link 2: |
- |
| Link 3: |
- |
| |
Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 328 mal abgerufen |
Bilder:
Kommentar zu dieser VKN schreiben:
Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
|