|
Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 03.06.26 15:37 |
| Bezeichnung: |
Zierfandler - Traiskirchner - süß - Auslese - Pw |
| Winzer/Produzent: |
Stadlmann |
| Land / Region: |
Österreich - Thermenregion |
| Jahrgang: |
2017 |
| Typ: |
Süßwein (BA/TBA/Eiswein/Passito) |
| Rebsorte: |
Zierfandler |
| Alkohol (Vol.%): |
12 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
LN 13490/18 |
| Preis: |
29 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 03.12.2021 |
| Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
01.03.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 09.04.2023:
Im Glas ein dunkles Altgold, fürs Riechgerät gibt's satt trockenen Thymianhonig mit Orangenzesten. Am Gaumen dann auch noch fein ausdifferenziert Mandarine und Minneloa, hier etwas weniger Honig, die Süße resultiert im Wesentlichen aus kandiertem Zestenextrakt, die Säure ist ordentlich bemessen, dabei nicht vorlaut, aber effektiv; steinseitig muß man ein bißchen suchen, man findet eher kühle Bachbettkiesel. Schön langer, leicht öliger, dennoch frischer Abgang mit viel orangem Zitruskonzentrat.
Das ist nicht weit von einer Beerenauslese entfernt, hier hilft wohl die generelle Üppigkeit der Rebsorte zur Substanzbildung, viel wichtiger ist aber, daß die super bemessene Säure jegliche Mastigkeit im Keim erstickt. Ich hatte schon durchaus gute Erfahrung mit Zierfandler und auch Rotgipfler im Süßbereich, dennoch lag die Befürchtung in der Luft, daß diese per se nicht ganz zarte Rebsorte zu einiger Anstrengung führen könnte, aber weit gefehlt, großer Spaß!
Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: nasal nun eher Salbeihonig, zu den Orangen kommen noch Mandarinen hinzu, sehr geschmeidige Süßeankündigung. Schmeckt heute auch deutlich süßer als gestern ohne die Klebegrenze zu erreichen; während sich die Zuckermoleküle noch weiter abgerundet haben, zeigen sich die Agrumen nun etwas kantiger und auch vielfältiger mit extra Kumquat, Physalis gibt's auch noch, weiters noch ein Grapefruitbitterchen ohne die Frucht selbst. Auch der Abgang zeigt sich jetzt noch ein bißchen diverser und auch dichter im Zitrusbereich. Hat sich seit gestern sehr schön entwickelt, insgesamt etwas fülliger und komplexer, die Säure hat aber auch ein kleines bißchen an Einfluß verloren, punktemäßig bleibt's deshalb beim gestrigen Stand.
Wertung vom 09.04.2023: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
-------
Verkostung vom 01.03.2026:
Ein sattes Altgold im Glas, es riecht intensiv nach Physalis, getrockneten Mangoscheiben, Orangenkonzentrat und einem Hauch Tamarinde, leichte Großholzanmutung. Geschmacklich kommt die Frucht auch sehr konzentriert daher, transportiert aber weniger Süße als nasal erwartet, die Säure ist eher moderat, verrichtet aber gute Dienste, kann jedoch eine minimale Mehligkeit nicht verhindern, steinseitig etwas indifferent, aber gefühlt eher etwas gewichtigerer Boden.
Das war vor 3 Jahren noch etwas beschwingter unterwegs, dennoch weiterhin eine schöne Auslese, bei der man aber nicht davon ausgehen sollte, daß das mit der Zeit wieder besser wird, es sein denn man steht auf leicht zunehmende Mastigkeit. Derzeit noch ein guter „2er“... |
| Trinkreife: |
jetzt trinken |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/06/03/verspaetete-traditionsrunde/ |
| Link 2: |
https://ec1962.wordpress.com/2023/04/10/dicke-traube-ganz-frisch/ |
| Link 3: |
- |
| |
Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 7805 mal abgerufen |
Bilder:
Kommentar zu dieser VKN schreiben:
Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
|