Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 30.03.23 21:23

Bezeichnung: Blaufränkisch - [Horitschoner Hochäcker] "Kirchholz" - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Weninger
Land / Region: Österreich - Mittelburgenland
Lage: Hochäcker (Horitschon - Burgenland) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2011
Typ: Rotwein
Rebsorte: Blaufränkisch
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L-N 8769/12
Preis: 16 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 30.10.2014
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 29.03.2023
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Optisch ein dunkles Rubinrot, allenfalls eine Andeutung einer Randbräune. Satte, dunkle Kirschfrucht der recht sekundären Seite ohne jegliche Kompottanklänge, dezente Holztöne ohne wesentliche Würzebegleitung. Geschmacklich dann zuerst sehr klar und frisch wirkende, geradezu jugendliche Frucht, wirkt dabei aber nicht "grün hinter den Ohren", auf dem Fuße folgt dann ein etwas kantiger und auch leicht bitterer Tanninschwall mit einigen kühl-metallischen Beigaben im Gepäck, dazu eine straffe, kühle Säure. Auch der sehr lange Nachhall ist kühl kirschig und schleppt eine deutliche Staubfahne bis ins Finale mit.

Dieser BF im zwölften Jahr zeigt so gut wie gar keine Alterungsnoten und hat seine Kanten bisher noch nicht abgerundet, weshalb man hier auch nichts irgendwie Elegantes findet; der "Kirchholz" ist noch relativ ruppig unterwegs, was ich ihm jedoch nicht negativ ankreide, zu einem Essen mit leicht schmeichelndem Sößchen ist das aus meiner Sicht ein schöner Kontrapunkt. Wobei: ob sich das jemals zur eleganten Seite hinwenden wird? Sicher bin ich mir da nicht, deshalb ist das eher was für Leute, die mit solch doch etwas fordernden Sachen was anfangen können. Eine Assoziation, die zwischendurch auch mal aufblitzte, war die eines Very-Cool-Climate-Sangiovese, dem's aber nicht an Substanz fehlt.

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: nasal kaum anders, vielleicht eine Spur mehr Holz. Am Gaumen dann ein bißchen weniger Ruppigkeit, etwas weniger "grün hinter den Ohren", die Tannine sind etwas abgeschmolzen, auch weniger Bitterstoffe, dafür insgesamt etwas mehr Druck auf dem Kessel. Auch der Nachhall wirkt etwas weniger fordernd als gestern, Schmeichelei gibt's aber noch lange nicht. Hat sich sehr schön nach vorne entwickelt, aber nach wie vor cool, kantig, zwar eher monothematisch, das dafür aber auf hohem Niveau!

Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2023/03/30/very-cool-climate-incl-nachtrag/
Link 2: -
Link 3: -
  Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 151 mal abgerufen

Bilder:

 

Codes zur Veröffentlichung in Internet-Foren

Als Bilddatei für Internet-Foren (z.B. dasweinforum.de oder weinfreaks.de):


Einbindung als Text (forenunabhängig):


Veröffentlichung in facebook

Bitte einfach den Link aus der Adresszeile oder diesem Feld kopieren:





Kommentar zu dieser VKN schreiben:

Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
RSS      2004 - 2012 von Gerald Schuster, Advanced Technical Software :: e-mail: webmaster@verkostungsnotizen.net :: Datenschutzerklärung