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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 19.04.26 19:34 |
| Bezeichnung: |
Silvaner - Solera - trocken - Taubertäler Landwein |
| Winzer/Produzent: |
Kraemer |
| Land / Region: |
Deutschland - Tauberfranken |
| Jahrgang: |
2018 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Silvaner |
| Alkohol (Vol.%): |
12,5 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
enthält die Jahrgänge 2018 / 2019 / 2020, L-SOL18/19/20 |
| Preis: |
44 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 06.11.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
19.04.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 18.02.2023:
Leicht trübes Hellorange, riecht etwas nach Apfel-Mandarinen-Fruchtsalat, Kreide und einer Spur trockenem Thymianhonig. Schmeckt dann leicht kantig nach Mandarinen und Kumquat von dezent reduktiver Ausprägung, ein kleines Bitterorangenbitterchen schwingt mit; deutliche, gut austarierte Säure mit leichten Verjus-Qualitäten, leicht angekräuterte Kalkbasis. Der gut lange Nachhall ist dann der frischeste und auch kantigste Teil des Genusses, das Zitrusfermentat ist hier recht grün-gelblich, im Finale ploppen dann aber eher orange Früchte wie Physalis und Kaki in hyperfrisch auf.
Auch ein völlig untypischer Silvaner, vielleicht noch ein bißchen jugendlich-kantig, dürfte mit den Jahren noch gut gewinnen, ist aber jetzt auch schon ein richtig goiler Wein, der sich nur in Relation zu den Konkurrenten leicht ducken muß.
Wertung vom 18.02.2023: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25
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Verkostung vom 19.04.2026:
Optisch ein minimal getrübtes Bräunlichorange, nasal gibt’s einen Mix aus leicht ankandierten Orangen respektive auch deren Blüten, reifer Mango und Physalis, dezente Früchteteeassoziation, Ankündigung samtiger Gerbstoffe, etwas zuckerfreier Rosmarin- und Thymianhonig noch. Am Gaumen dann leicht wie stoffig (sic!) ein ähnliches Aromengemisch auf sehr samtigem, feinen Gerbstoffbett, hier auch noch etwas sehr sekundäre Aprikose, sehr feine Pelzbildung; die Säure ist eher moderat ausgebildet, leistet aber dennoch vorbildliche, ausgleichende Arbeit, bodenseitig viel Kalk und ein bißchen was Lehmiges. Dann hallt’s ordentlich lang nach und wärmt dabei leicht, ohne daß man deshalb von Brandigkeit sprechen könnte, im Finale setzt sich ein Exoten-Früchtetee in Szene.
Tatsächlich hat diesem Silvaner das Mehr von 3 Jahren Flaschenlager äußerst gut getan, er schließt jetzt problemlos in die „3er“-Riege auf. Faszinierend vor allem, wie hier Leichtig- und Stoffigkeit so selbstverständlich Hand in Hand gehen als wäre es das Normalste von der Welt. Wunderbar als Essensbegleiter sowie auch als Solist und dabei -als Hinweis für die Naturweinskeptiker- aromatisch zwar klar von der Klassik abweichend, aber das auf absolut „saubere“ Weise. Große Freude! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/04/19/immer-noch-der-wahnsinn-relaunch/ |
| Link 2: |
https://ec1962.wordpress.com/2023/03/13/silvaner-des-wahnsinns/ |
| Link 3: |
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