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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 31.08.26 21:10 |
| Bezeichnung: |
Sylvaner - Iphöfer Julius-Echter-Berg - trocken - VDP.Erste Lage |
| Winzer/Produzent: |
Weltner |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Lage: |
Julius-Echter-Berg (Iphofen - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2021 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Silvaner |
| Alkohol (Vol.%): |
12,5 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
AP 5054 015 22 |
| Preis: |
15,5 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 10.09.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
31.08.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 23.02.2023:
Farblich noch ein helleres Strohgelb, riecht relativ exotisch-kräuterig mit Kaktusfeige, Zitronat, Zitronengras und Zimtblättern. Am Gaumen wird dieser noch recht primäre, aber nicht zu plakative Mix von einer sehr straffen und klaren Säure begleitet, kein Gramm Speck auf den Rippen und doch mit einigem Druck -nein, besser Zug- unterwegs, sehr kühle Basis, die eher an was fast Inertes wie Granit mit noch kühleren Kräutern erinnert, mit viel Luft zeigen sich noch eine Handvoll Mirabellenmoleküle. Der ziemlich lange Abgang zelebriert diese grüne, aber nicht unreif wirkende Frische ausgiebig, im Finale Zitronengras pur.
Das ist einer der kernigsten Sylvaner, die ich jemals im Glas hatte, allenfalls ein paar wirklich unreif wirkende Exemplare konnten zumindest dieses Adjektiv toppen. Das macht einerseits einigen Spaß, aber ich denke, daß die wirkliche Freude erst in ein paar Jahren zutage tritt. Echte Kaltjahrweine brauchen eben Zeit, dieser gehört dazu.
Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: heute zeigt sich nasal mit Rambutan und etwas Kokoswasser ein Wein, der sich eigentlich verjüngt hat, weil mir das Ganze deutlich primärer, fast etwas künstlich vorkommt. Ich hoffe mal, daß das kein Hinweis auf den zu erwartenden Reifeverlauf ist, gefällt mir jedenfalls heute deutlich weniger; also wenn schon jung aufschrauben, dann am besten auch gleich austrinken.
Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25
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Verkostung vom 31.08.2026:
Im Glas ein leicht zum Messing schauendes Goldgelb, nasenmäßig ein Mix aus frischer wie reifer Abate-Birne, etwas Kaktusfeige, dezent eine Art Pomeloat, feine Kräuterspur mit Rosmarin und Kerbel. Geschmacklich zeigt sich eine deutliche Extraktsüße bei kompletter Zuckerfreiheit, die Säure ist sehr belebend, ihr steht aber mit dem Extrakt nun ein adäquater Gegner gegenüber, trotz der deutlichen Fruchtfront zeichnet sich der Keuper sehr schön ab. Dann ein mehrminütiger Nachhall, der einerseits die Frucht mit einer gewissen Opulenz abbildet, dabei aber nie ins „too muchige“ abgleitet, im Finale dann ein Konglomerat aus Zitronat und dem von mir erfundenen Pomeloat, das trotz der Süßewirkung nicht klebrig wirkt.
Das ist nun tatsächlich ein komplett anderer Wein, der sich da im Glas wiederfindet; daß sich da jemals so viel Frucht zeigen wird, hätte ich beim Erstkontakt nicht für möglich gehalten. Das gibt der Hoffnung deutlichen Auftrieb, daß die ganzen 21er, die in jung eher etwas karg dastanden, im Laufe der Zeit doch die nötige Substanz aufbauen, vielleicht nicht alle, aber doch viele, wenn’s gutgeht. Vor ein paar Jahren wäre das noch ein „3er“ für mich gewesen, heute sehe ich hier zwar einen recht hochwertigen Sy(i)lvaner im Glas, aber zur höchsten Kategorie reicht’s bei mir persönlich mittlerweile nicht mehr ganz… |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/08/31/jung-und-weg/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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