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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 13.08.25 21:04 |
| Bezeichnung: |
Silvaner - [Röttinger Feuerstein] - Silex - Steillage - trocken - Taubertäler Landwein |
| Winzer/Produzent: |
Kraemer |
| Land / Region: |
Deutschland - Tauberfranken |
| Lage: |
Feuerstein (Röttingen - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2016 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Silvaner |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
L-Nr. 10/17 |
| Preis: |
19,8 Euro je 0,75 l (im Handel) bei K&U - 15.12.2020 |
| Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
13.08.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 17.01.2023:
Ein leicht ins Orange zeigendes, trübes Goldgelb findet sich im Glas, es riecht nach leicht anfermentierten Uglis, Mirabellen, Maracujas und Zanzibar-Ananas, deutlich mit Kräutersalz und Gerbstoffen gepudert, auch etwas weißer Rauch. Schmeckt dann leicht und dicht zugleich nach dem genannten, reduktiv-fermentierten Fruchtmix plus Zitrone und Pomelo, dazu eine ziemlich straffe Säure, der satt Kalk und Gerbstoff, auch leicht Hefe sowie ein Hauch Karamell gegenüberstehen. Beim sehr langen Nachhall kommt dann das Kräutersalz wieder mehr zur Geltung, etwas VA-Schnitt, fruchtseitig hier ein bißchen grüner mit Pomelo, Limette, Tamarinde und Bilimbi unterwegs; unglaublich erfrischendes, dabei aber auch durchaus stoffiges Finale, mit Luft auch auch hier ein paar Karamellmoleküle spürbar.
Angesichts dieses Silvaners kann ich nur sagen, daß der Winzer gar nichts Besseres hätte machen können als seinen eigenen, von den amtlichen Weinhütern nicht beeinflußten Weintraum zu erfüllen. Silvaner gerät im konventionellen Weinbau auch bei höchster Qualität doch meist auf die elegantere, manchmal auch behäbige Seite (die auch bei mir regelmäßig ihre Berechtigung hat), so dermaßen frisch und knackig bei gleichzeitiger Dichte und Komplexität begegnet mir die Sorte im konventionellen Bereich jedoch so gut wie gar nicht. Insofern ist das hier schon ein ziemlicher Ausnahme-Silvaner, absolut untypisch und wohl gerade deswegen einfach "gajol"!
Wertung vom 17.01.2023: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
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Verkostung vom 13.08.2025:
Im Glas ein recht dunkles, leicht trübes Goldgelb mit orangem Touch, nasenmäßig ein stark sekundärer Zitrusmix mit hohem Albedoanteil, Ugli, Yuzu und Pomelo sind vorndran, oberschwingungsmäßig auch Ananas und Tamarinde, deutliche Gerbstoffankündigung. Am Gaumen dann auch dieser fluffige Agrumenmix auf Kalk und Talcum, die Säure ist potent und wirkt dennoch sehr geschmeidig, die Gerbstoffe sind weniger ausgeprägt als angekündigt, ein feines Leichtmetallbitterchen schwingt mit. Dann ein fluffiger, langer Nachhall, der auf der dezent bitteren Seite auch eine Spur Pampelmuse parat hat.
Nach wie vor ist das ein Silvaner der Art, wie ich ihn auch zukünftig gerne in meinem Keller haben möchte, im Vergleich mit der Erstbegegnung hat jedoch die Expressivität und in der Folge die Spannung abgenommen, der Wein „silext“ einfach nicht mehr so wie noch vor zweieinhalb Jahren. Das kann man jetzt auf- oder abwertend sehen, je nach persönlichem Gusto, bei mir mir führte das jedoch zu einem Rückfall in die „2er“-Riege, was aber aus meiner Sicht nix Schlimmes ist… |
| Trinkreife: |
jetzt trinken |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/08/13/gajoler-silvaner/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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