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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 27.02.26 21:09 |
| Bezeichnung: |
Grüner Veltliner - Krems - trocken - Kremstal DAC |
| Winzer/Produzent: |
Thiery-Weber |
| Land / Region: |
Österreich - Kremstal |
| Jahrgang: |
2018 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Grüner Veltliner |
| Alkohol (Vol.%): |
12,5 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
L-N 1482/19 |
| Preis: |
8,3 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 08.08.2019 |
| Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25 |
| Preis / Genuss: |
gut |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
27.02.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 12.01.2023:
Farblich ein Goldgelb mit leichtem Messingtouch, riecht nach Marillen und Mirabellen in einer Art Zwischenphase von primär zu sekundär, dazu ein Hauch Bohnerwachs, leicht Beifuß. Schmeckt dann auch so, die Säure ist jahrgangsbedingt eher verhalten, verrichtet ihren Dienst aber doch recht ordentlich und läßt dabei Raum für eine kleine, leicht macadamische Cremigkeit; ein Pfefferl zeigt sich nur nach intensiver Suche, ansonsten gibt's eine leicht speckige Kalkbasis. Der ziemlich lange Abgang präsentiert dann in erster Linie die dezent angecremte Frucht, im Finale trumpft dann auf einmal der Pfeffer ordentlich auf!
Das ist nun -da 18- beileibe kein Frischemonster, aber die typischen Krankheiten dieses Jahrgangs (vor allem bei Basisweinen) bleiben zum Glück aus, weder glykolisierte Frucht noch wirkliche Säureanämie sind zu beklagen. Die säureempfindlichen Mittrinker waren jedenfalls hochzufrieden und für mich war's auch kein "na ja-Wein", sondern für den Jahrgang erstaunlich gut gelöst, zumal der GV ja von Haus aus nicht unbedingt als säurelastig verschrieen ist.
Wertung vom 12.01.2023: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25
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Verkostung vom 27.02.2026:
Im Glas ein leuchtendes Goldgelb, fürs Näschen gibt’s relativ konzentrierte, aber nicht kitschige Frucht mit Pfirsich und Mirabelle, dazu etwas Suppengemüsebund. Auch am Gaumen keinerlei Mastigkeit, die Frucht tritt hier sogar recht stark zurück, dafür mehr Wurzelgemüse mit leichter Salzspur, der Extrakt sorgt fruchtneutral für eine leichte Süßeanmutung, die Säure präsentiert sich relativ klar wie jugendlich, steinseitig wirkt’s irgendwie karg-kalkig. Beim schön langen Nachhall wird das Salz denn auch noch um den fast obligaten Pfeffer ergänzt, im Finale der Hauch eines vegetabilen Bitterchens.
Dieser GV hat sich in den letzten Jahren deutlich nach vorne gearbeitet, alles wirkt klarer abgegrenzt, dadurch insgesamt spannender, auch die Säure kann sich viel besser in Szene setzen, allenfalls beim Bukett kann man noch eine gewisse 18er-Wärme bzw. Überextrahiertheit erahnen. Eigentlich hatte ich den Wein ja geöffnet, weil ein Mittrinker anwesend war, der's lieber etwas milder mag, aber der Wein kam in seiner heutigen Verfassung nur noch so knapp beim Gegenüber an, mir gefiel dafür umso besser, eine schöne Überraschung, vor allem als ich gesehen habe, daß ich seinerzeit gerade mal 8,3 Euronen für die Flasche bezahlt habe! Und man muß keine Eile bezüglich der Öffnung von ggf. noch vorhandenen Restflaschen walten lassen... |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/02/27/hoher-flutschfaktor-trotz-geringer-saure-geht-das/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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