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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 07.11.25 18:53 |
| Bezeichnung: |
[Grenache blanc] - JC - [Pétillant naturel] - Vin de France |
| Winzer/Produzent: |
La Sorga |
| Land / Region: |
Frankreich - Languedoc |
| Jahrgang: |
2020 |
| Typ: |
Schaumwein |
| Rebsorte: |
Grenache Blanc |
| Alkohol (Vol.%): |
11,5 |
| Verschluss: |
Kronkorken |
| Weitere Angaben: |
L.01.20 |
| Preis: |
27 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Return of the living Wine - 30.03.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
06.11.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 20.12.2022:
Im Glas ein trübes, helleres Messing, anfangs ziemlich viel Blubber, der in der Folge in angenehmem Maß weiterperlt. Geruchlich zeigt sich helle Exotik incl. Pitahaya ohne Plakativität, ein Hauch Gutenberg-Klebestift. Schmeckt dann auch so, der straffen Säure steht ein leicht dämpfender Anteil an Kalk, Speckstein und Hefe gegenüber, was der Frische aber insgesamt keinen Abbruch tut. Der ellenlange Abgang ist dann der frischeste Teil des Genusses, im Finale wird die Speiseröhre gut durchgefegt.
Das ist einerseits ziemlich kompromißlos, wird dann aber durch Hefe, Kalk & Co. ansatzweise auf die elegante Seite gezogen, vom Schmeichler sind wir aber dennoch sehr weit entfernt. Recht gelungener und vor allem absolut unplakativer Exotenschaum, der weniger durch Aromenauffächerung denn durch seine wunderbare Struktur glänzen kann, großer Spaß!
Wertung vom 20.12.2022: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
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Verkostung vom 06.11.2025:
Farblich ein leicht trübes Messinggelb, eher verhaltener, mittelfeiner Blubber mit guter Ausdauer. Das Ganze riecht dann tatsächlich leicht mediterran mit reifer, fermentierter Zitrone und sekundärer Mirabelle und zeigt sich dabei flaumig-cremig mit feiner Hefespur. Geschmacklich dann ein spannender Gegensatz zwischen einerseits deutlicher Süße, die vermutlich nicht nur aus dem Extrakt stammt (die vermuteten Restzuckermoleküle sind jedoch perfekt gerundet) und der agilen Säure, die es schafft, den angekündigten Breiteanflug dauerhaft an der Landung zu hindern, steinseitig eine recht ordentliche Kalkspur mit Hefeeinschluß. Auch der schön lange Nachhall präsentiert diese Süßespur recht prominent, jedoch überhaupt nicht aufdringlich.
Viele oder sogar die meisten PétNats sind ja komplett durchgegoren und entsprechend knarzetrocken, die die etwas süßer sind, sind mir aber zumeist auf der Süßeseite zu anstrengend bzw. klebrig. So perfekt eingebundene Süße wie hier hatte ich tatsächlich nach meiner Erinnerung noch nie bei diesem Blubbergenre und wenn ich bei solch leicht angesüßten Sachen mal richtig begeistert bin, will das schon was heißen! War eine große Freude, auch wenn die Flasche auf der sonnendurchfluteten Terrasse sicher noch mehr zur Geltung gekommen wäre. Allerdings stellt sich mir angesichts des bei der Erstverkostung gehabten, reichlich süßefreien aka kompromißlosen Eindrucks die Frage, ob die verschiedenen Flaschen sich nach der Verkronkorkung recht unterschiedlich entwickelt haben könnten, denn solch eine Süßezunahme über über die Zeit, auch wenn’s in diesem Fall knapp drei Jahre sind, kann ich mir kaum vorstellen. Also in diesem Fall einfach Flaschenglück? |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/11/07/letzter-schaumwein-vor-den-tropen/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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