Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 18.01.25 19:31

Bezeichnung: Sauvignon blanc - [Deidesheim] - DD - pure - [trocken] - Pfälzer Landwein
Winzer/Produzent: Seckinger
Land / Region: Deutschland - Pfalz
Jahrgang: 2021
Typ: Weißwein
Rebsorte: Sauvignon blanc
Alkohol (Vol.%): 11,5
Verschluss: sonstige
Weitere Angaben: DIAM5-Verschluß, Los-Nr. 14/22
Preis: 14,5 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 25.11.2022
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 18.01.2025
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 26.11.2022:

Farblich ein leicht trübes, helleres Messing, nasal gibt's fehlerfreie Natur mit sekundären, gerbstoffgecoateten Jostabeeren und gelber Kiwi gepaart mit ein paar geschmeidigen Kräutern aus der Estragon- und Zironengrasecke, auch die Albedos von Limette und Zitrone kündigen sich an, mit Luft auch eine deutliche Salzbrise. Geschmacklich sind dann die o.g. Zitrusaromen in der Pole, sehr feine Gerbstofflast, straffe und doch samtige Säure, kreidige Basis. Auch der sehr lange Abgang setzt in erster Linie auf die Albedos, das Säure-Gerbstoff-Gemisch wirkt extrem mundwässernd, im Finale kommen die Kräuter wieder mehr auf um dann noch einer deutlichen Salzspur freien Lauf zu lassen, was den Speichelfluß nur noch mehr befeuert.

Falls man den Sauvignon als solchen erkennt -die Chance dazu ist meines Erachtens nach gegeben- müßte man in der Folge auf "Natur von der Loire" tippen. Hat also mit der mehrheitlichen Interpretation dieser Sorte nichts zu tun und kommt dazu noch mit sehr entspannten 11,5 Volt bei gleichzeitiger Knochentrockenheit daher ohne auch nur im Ansatz anorektisch zu wirken. Noch so ein irgendwie völlig selbstverständlich wirkender Naturinger der Seckingers, als ob's das Normalste der Welt wäre; großer PLV-Spaß, bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt.

Wertung vom 26.11.2022: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 18.01.2025:

Visuell ein helleres Messing in minimal trüb, geruchlich gibt’s initial signifikant grünes Spüli, welches sich aber im weiteren Verlauf fast vollständig verzieht und dann zu einer changierenden Mischung aus Waldmeister und Krautwickel mutiert, dahinter Albeden von Zitrone und Limette sowie etwas grasig anmutende Kräuter. Geschmacklich führt das auch in Verbindung mit der straffen Verjus-Säure zu einem schon recht fordernden Gesamteindruck, auch das die Mineralik kennzeichnende Tuffsteinbachbett ist maximal bemoost. Der sehr lange Abgang hält dann auch intensiv grünvegetabile Noten der besseren Art bereit.

Mit einem Abdriften in die nunmehr recht fordernde wie fast fruchtfreie und auch karg-grüne Ecke hatte ich jetzt nicht gerechnet. Ist zwar auch heute noch durchaus schön, wenn man’s denn auch mal etwas rabaukig mag, aber die „3er“-Riege läßt sich so nicht halten.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2025/01/18/doppel-d-sauvignon/
Link 2: -
Link 3: -
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