Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 12.01.26 20:01

Bezeichnung: Grüner Veltliner - Dürnstein Ried Superin - trocken - Federspiel
Winzer/Produzent: Tegernseerhof
Land / Region: Österreich - Wachau
Lage: Superin (Dürnstein - Niederösterreich) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2021
Typ: Weißwein
Rebsorte: Grüner Veltliner
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: LN 4169/22
Preis: 14,9 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 19.08.2022
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 12.01.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 12.09.2022:

Ein mittleres Goldgelb im Glas, nasal anfangs verhalten und auch etwas dropsig, nach gut einer halben Stunde dreht die Frucht aber gut auf und der Drops verflüchtigt sich fast vollständig, im Spiel sind dabei Kaktusfeigenkonzentrat, Nektarine und Physalis. Schmeckt dann auch nach diesem Fruchtkonzentrat, die Säure ist jedoch potent genug, das Ganze noch gut fließfähig zu halten, relativ erdige Basis mit ganz leichter, kühler Bitterspur. Der ziemlich lange Abgang wiederholt das im Wesentlichen, die Nektarine mutiert hier zur Aprikose, im Finale taucht dann noch das vorher vermißte Pfefferl auf.

Das hat durchaus Smaragd-Qualitäten und ist mir fruchtseitig noch etwas zu ausladend, aber die potente Säure bügelt den Extrakt weit genug nieder, so daß man diesen GV zum Essen auch jetzt schon mit Spaß genießen kann, wichtigste Erkenntnis ist jedenfalls, daß die Säurestruktur meine Erwartungen erfüllt und die Fruchtseite trotz der o.g. Opulenz doch sehr klar dasteht. Also mindestens 3, besser 5 Jahre warten, bis sich die Frucht etwas zurückzieht, ich bin mir ziemlich sicher, daß das noch was wird, deshalb gibt's auch noch mehr davon.

Wertung vom 12.09.2022: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 12.01.2026:

Im Glas ein leuchtendes Goldgelb, fürs Näschen gibt’s bereits in relativ kühl einiges an Mirabelle, Nektarine und Pampelmuse, auch etwas Zitrone, minimale, herbe Kräuterigkeit. Am Gaumen präsentiert sich dieser Fruchtmix ebenfalls intensiv wie frisch, ist knarzetrocken und aufgrund der potenten Säure recht spannungsgeladen, dazu etwas Koriandersaat und Beifuß, ein eher kleines Pfefferchen, dafür umso mehr Salz, was jedoch hinsichtlich weiterer Bodenbestandteile etwas maskiert, der sandige Untergrund der donaunahen Lage ist aber schlüssig, wenn man’s weiß. Dann ein schön langer Nachhall, bei dem die doch deutliche Substanz durch Salz und Säure souverän in Schach gehalten wird.

Das ist so ein Wein, der mich als Warmjahrausgabe so gar nicht erreichen mag, in kühl mit entsprechender Säurestruktur schaut das schon ganz anders aus, denn hier sind die verschiedenen Aromen-Vektoren nicht nur lang, sondern gleichmäßig lang, was letztlich entscheidend ist, um Breite aka Anstrengung zu verhindern. Wenn ein relativ gehaltvoller GV -mir- auch solo noch Spaß macht, dann will das schon was heißen!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/01/12/schau-schau-die-21er-wachau/
Link 2: -
Link 3: -
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