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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 24.07.25 22:42 |
| Bezeichnung: |
Chardonnay - brut nature - Deutscher Sekt b.A. |
| Winzer/Produzent: |
Von Winning |
| Land / Region: |
Deutschland - Pfalz |
| Jahrgang: |
2021 |
| Typ: |
Schaumwein |
| Rebsorte: |
Chardonnay |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
sonstige |
| Weitere Angaben: |
Verbundkork MD3,
AP 5 106 327 047 22 |
| Preis: |
24 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 10.09.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
24.07.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 10.09.2022:
Im Glas ein leuchtendes Goldgelb, recht intensiver, mittelfeiner Blubber mit hoher Ausdauer. Riecht relativ fruchtig nach frischen, mürben Äpfeln (sic!) und Weinbergspfirsich, ein Hauch Hefeknödel vielleicht, dezenter Säurenebel. Am Gaumen wird der Hefeknödel signifikant größer und ist mit Marille gefüllt; da der Extrakt nicht ganz niedrig ist, bin ich froh, daß hier zwengs brut nature kein zusätzlicher Zucker im Spiel ist, bodenmäßig fällt mir ein Lehm-Kalk-Gemisch ein. Nachhallseitig hat man recht lange was von dem Spaß, die Frucht wirkt hier etwas sekundärer als am Gaumen, nimmt jedoch auch mehr Raum ein, im Finale räumt die Säure mit wohliger Wärme die Speiseröhre samt Rachen auf.
Dies ist ein relativ weiniger Schaum, schon mit einer gewissen Eleganz versehen und deutlich entfernt von einer "brut nature"-Kargheit bzw. Kantigkeit, denn der Fruchtextrakt hat ordentlich zuckerfremde Süßstoffe im Gepäck, die jedoch nicht anstrengend bzw. klebrig wirken; wahrscheinlich war der Grundwein bereits recht gut "beinand". Das ist generell ganz schön gemacht, aber wahrscheinlich gefällt mir das noch etwas besser, wenn sich die Frucht etwas zurückzieht und das "Brut-Naturige" besser zur Geltung kommt, mal sehen...
Wertung vom 10.09.2022: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
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Verkostung vom 24.07.2025:
Farblich ein strammeres Goldgelb im Glas, das Geschäume scheint im Glas eher verhalten und etwas gröber, das Mundgefühl -soviel vorweg- ist dann aber sehr lang sehr bizzelig. Das Bukett hält sich hauptsächlich im Apfelbereich auf, wobei sich der als Mix aus gebackener und Frischware präsentiert, dazu etwas weiße Johannisbeere, eine dezente Hefespur sowie ebenso dezentes Holz in Form von dunklem Karamell und einem Hauch Sandelholz. Geschmacklich stehen dann ein deutlicher (Back-) Apfelextrakt nebst leicht süßlich wirkender (Holz-) Würze der recht strammen wie klaren Säure sowie der weißen Joh-Beere und einer Art neutralen Zitrone gegenüber, was zu einer schönen Spannung führt, steinseitig bin ich beim berühmt-berüchtigten Gebirgsbachbett. Auch der ordentlich lange Nachhall hält die genannte Spannung parat, im Finale beißt sich die Dunkelkaramellsüße zwar etwas fest, dafür wirkt aber auch die Säure am klarsten, so daß hier nichts Anstrengendes aufkommt.
Wenn ich mir meine letzte Notiz so ansehe, dann hat sich dieser Schaum in den letzten 3 Jahren deutlich in meinem Sinne harmonisiert, was in diesem Fall bedeutet, daß die Spannung zwischen der gefühlt süßen Seite und den Frischebildnern signifikant zugenommen hat; das was ich zuletzt gehofft hatte, nämlich einen Fruchtrückzug zugunsten einer Stärkung des Brut-Naturigen, hat sich tatsächlich bewahrheitet. Insgesamt aber nur eine leichte Höherstufung, denn die Komplexität bleibt dann doch einigermaßen überschaubar, die Struktur macht den eigentlichen Reiz dieses Blubberwassers aus. Und mit seinen dezenten, aber doch prägenden, malzig-karamellig-hefigen Noten kann er sogar einiges an Umami ab… |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/07/24/zum-gluck-nur-brut-nature/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 341 mal abgerufen |
Bilder:
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