|
Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 12.05.26 20:39 |
| Bezeichnung: |
Scheurebe - Muschelkalk - Johannes Zang - trocken - Qw |
| Winzer/Produzent: |
Otmar Zang |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Jahrgang: |
2021 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Scheurebe |
| Alkohol (Vol.%): |
12 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
AP 4107 016 22 |
| Preis: |
8,7 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 25.06.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
grandios |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
12.05.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 30.06.2022:
Die Farbe ist ein extrem helles Strohgelb, riecht aber dann doch vom Fleck weg in intensiver Weise zwar jungspundig primär, aber nicht plakativ nach Lychee, Estragon, Rucola und Löwenzahn. Am Gaumen dann auch eine recht druckvolle Aromatik mit den oben genannten Ingredienzien, dazu noch Limette incl. zugehöriger, straff-klarer Säure, kühler Kalk als Basis. Abgangsseitig kommt noch etwas Pfefferbizzel dazu, auch hier Frische ohne Ende.
So stell ich mir ein an sich unkompliziertes Sommerweinchen vor: trotz aller Einfachheit ist alles am rechten Platz, trotz amtlicher Konzentrationen wirkt nichts vorlaut, zum Verhältnis Säure zu Extrakt kann sowohl "spannend" als auch "ausgewogen" als charakterisierende Beschreibung verwendet werden. Ist vielleicht nicht ganz typisch scheurebig, sondern muskatellert ein bißchen, aber "so what!"
Wertung vom 30.06.2022: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
-------
Verkostung vom 12.05.2026:
im Glas ein helleres Zitronengelb, perlt noch ganz leicht; es riecht nach einem etwas extraktsüßlichem Mix aus sonst zuckerfreiem Zitronat und Limetat plus einer feinen Kräuterspur mit vorwiegend Estragon und etwas Zitronengras. Am Gaumen bestätigt sich das mit der zuckerfreien Extraktsüße voll und ganz, Limette und Zitrone wirken in ihrer Konzentriertheit kein bißchen plakativ oder gar künstlich, die Säure ist superklar und superfrisch, aber nicht spitz, steinseitig kühler Kalk. Dann ein Minutenausklang, der auch eine leichte wie animierende Weißpfefferspur bietet.
Ich hatte aus 2021 eine ganze Reihe von trockenen Scheureben eingekauft, in der Hoffnung auf spannende Weine mit blitzblanker Säurestruktur; leider haben aber einige Winzer in dem Jahr versucht, der vermeintlich zu vorlauten Säure mit Restzucker zu begegnen, was vielleicht der Mehrheit sogar sehr gefällt, auf mich wirkten diese Weine allesamt abturnend. Hier ist das wohltuend anders, denn die (Extrakt-) Süße-Säure-Bilanz ist aus meiner Sicht schlicht perfekt, nicht nur was das Genre Terrassenwein angeht. Dazu ist der Wein auch alles andere als ein substantielles Leichtgewicht, hat heute zu Nermbercher Rosdbrødwerschdla mit Green souverän seinen Wein gestanden! Und würde vermutlich auch in 2031 noch gut im Glas stehen, denn es zeigen sich aktuell keinerlei Anzeichen irgendwelcher sich entwickelnden Reifegebrechen… |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/05/12/so-what/ |
| Link 2: |
- |
| Link 3: |
- |
| |
Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 579 mal abgerufen |
Bilder:
Kommentar zu dieser VKN schreiben:
Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
|