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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 02.06.24 23:09 |
| Bezeichnung: |
[Gelber] Muskateller - trocken - Kabinett - Pw |
| Winzer/Produzent: |
Koehler-Ruprecht |
| Land / Region: |
Deutschland - Pfalz |
| Jahrgang: |
2019 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Gelber Muskateller |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
AP 5 123 147 04 20 |
| Preis: |
10 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 29.03.2022 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 19 von 25 |
| Preis / Genuss: |
gut |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
01.06.2024 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 21.04.2022:
Das Glas beherbergt ein helles Strohgelb, fürs Näschen gibt's leicht großholzige Blumenwiese mit Löwenzahn und etwas Estragon. Am Gaumen setzt sich das so fort, auch hier ganz dezente, aber doch ungemein prägende Karamell- und Torfnoten, stramme Säure mit Lemon Pepper-Begleitung, auch die Basis weist kühlende wie wärmende Bestandteile in Form von Glimmer und Lehm auf. Auch bei dem sehr langen Abgang zeigt sich diese Ambivalenz zwischen Unkompliziertheit und Anspruch sehr deutlich.
Eigentlich vom Typ her eher ein Terrassinger, in seiner Ausprägung aber ein sehr ernsthafter und auch komplexer, vielschichtiger Wein mit eigenem Kopf, dabei aber die Rebsorte dennoch sehr typisch abbildend; großer Spaß für vergleichsweise wenig Geld, obwohl 10 Euronen für Muskateller im nichtqualitativen Vergleich schon eher hochpreisig ist!
Wertung vom 21.04.2022: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 19 von 25
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Verkostung vom 01.06.2024:
Farblich ein sehr helles Stroh- bis Goldgelb, es riecht nach einem gleichberechtigten Mix aus Zitrone, Melisse, Kaktusfeige und Frühlingswiese in recht dichter und dabei völlig unplakativer Manier. Auch gaumenmäßig dieser schon gehaltvolle und würzige, auch leicht salzige, partiell sogar etwas ölig-etherische, aber dennoch sehr leicht oder besser beschwingt wirkende Aromenmix, welcher durch eine schön austarierte Säure getragen wird, bodenseitig wirkt das Ganze am ehesten gipsig. Der amtlich lange Nachhall konzentriert sich dann mehr auf zuckerfreies Zitronat, im Finale dann ordentlich Zitronenmelisse.
Wenn Muskateller mal etwas gehaltvoller auftritt, gleitet das gerne mal ins Plakative bzw. Parfümierte ab, was hier zum Glück nicht mal im Ansatz der Fall ist. Der Spagat zwischen Frische und Stoffigkeit wird hier perfekt dargeboten; auch wenn es sich eigentlich um einen eher unkomplizierten Wein handelt, ist das superschön strukturiert und bietet auch eine deutliche Tiefe, die weit über einem Gutsweinlevel liegt. Schade, daß Muskateller hierzulande in der Regel nur in die Basisschubladen gesteckt wird, dieser hier gehört da definitiv nicht hin. |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2024/06/02/kein-grob-schmeckender/ |
| Link 2: |
https://ec1962.wordpress.com/2022/04/23/wrint-flaschen-nun-aus-p/ |
| Link 3: |
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Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 383 mal abgerufen |
Bilder:
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