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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 29.07.25 20:47 |
| Bezeichnung: |
Sauvignon blanc - Silt - trocken - Qw |
| Winzer/Produzent: |
Seher |
| Land / Region: |
Österreich - Weinviertel |
| Jahrgang: |
2020 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Sauvignon blanc |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
L1.2/21, N4829/21 |
| Preis: |
8,98 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 18.12.2021 |
| Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25 |
| Preis / Genuss: |
gut |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
29.07.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 31.03.2022:
Ein helles Zitronengelb im Glas, typische Sauvignonnase mit Kräutern aus der Estragon- und Korianderecke, dann Zitronenzesten sowie Tamarinde und Stachelbeere. Schmeckt ziemlich knackig-kräuterig frisch, ist dabei ordentlich grün und auch nicht gerade leise, ein paar gelbere Aromen mit nicht wenig Extraktsüße federn diesen eigentlichen NZ-Stil jedoch angenehm ab; die stramme Säure bläst ins gleiche frische Horn, etwas Pfeffer in Verbindung mit einem Hauch Pimiento gibt einen weiteren Kick in den Allerwertesten, untendrunter sehr kühl-dunkelblaues Gestein. Der ziemlich lang hallende Nachhall wiederholt die Kräuterattacke nochmals sehr eindringlich ohne dabei die Gelbfruchtfetzen zu vergessen.
Es herrscht eine ziemliche Hochspannung in diesem SB, wobei ich für mich einen rein grünen Sauvignon -wie er gerne aus Neuseeland kommt- zwar als frisch empfinden kann, ein solcher fordert mich jedoch erheblich weniger, wenn kein diametraler Kontrapunkt gegeben ist. Genau den gibt's hier aber in höchst animierender Form, wenn man also einen Frischekracher jenseits der Plakativität sucht, ist man hier goldrichtig.
Wertung vom 31.03.2022: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
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Verkostung vom 29.07.2025:
Farblich ein dunkleres Goldgelb mit einem Einschlag von Messing als auch einem Grünstich, nasenmäßig ein Mix aus sekundärer Limette, Stachelbeere und etwas Silage. Geschmacklich wirkt die Limette dann noch sekundärer, sogar leicht fermentiert, dafür ist die Silage nur noch gehaucht vorhanden bzw. wirkt hier eher krautwickelig, die Stachelbeere tritt mehr hervor, aber auch leicht anfermentiert, eine feine Süßespur von einer Art Limettat schwingt mit, dazu eine dezente Kräuterspur mit Estragon, Kerbel und Zitronenmelisse; die Säure ist einerseits potent, wirkt aber auch recht geschmeidig, kanteln tut’s eher von der Kräuterseite her. Dann ein sehr langer Nachhall mit etwas Kräuter-Kalisalz und insbesondere im Nachhall eine leicht warme, krautig-vegetabile, sogar leicht laktische Note der besten Art.
Solche vegetabil-krautig-fermentierte Noten sind bei einem klassischen Sauvignon -auch wenn er gereift ist- ja doch eher ungewöhnlich, außerdem bin ich doch etwas -durchaus positiv- überrascht, in welche Richtung die Entwicklung in den letzten 3 Jahren gegangen ist. Vermutlich trifft die nunmehr leichte wie prägende vegetabil-laktische Ader nicht jedermanns Nerv, ich finde das aber gleichermaßen eigenständig wie animierend! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/07/29/non-dac-als-gutesiegel/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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