Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 27.05.26 19:42

Bezeichnung: Müller-Thurgau - vom Löss - trocken - Badischer Landwein
Winzer/Produzent: Peter Wagner
Land / Region: Deutschland - Baden
Jahrgang: 2020
Typ: Weißwein
Rebsorte: Müller-Thurgau
Alkohol (Vol.%): 11,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: LOT.NR. 01 21
Preis: 8,55 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 03.12.2021
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: grandios
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 27.05.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 19.03.2022:

Im Glas ein helleres Goldgelb, nasal gibt's gelbe Kiwi und ein paar Jostabeeren, dazu eine recht würzige Blumenwiese beim zweiten Schnitt. Am Gaumen setzt sich das recht intensiv so fort, der Gelbblumenanteil ist hier besonders hoch, die Säure straff, die Steine an sich kühl, erwärmen sich aber vor lauter Extrakt etwas. Der Abgang bewegt sich im Mehrminutenbereich und präsentiert die würzige Frucht-Blumen-Kombi recht nachhaltig.

Dieser M-T kommt schon recht gehaltvoll und auch noch ein bißchen jugendlich-ruppig im besten Sinne daher, es gibt aber nichts Parfümiertes oder Plakatives, das diese eigentliche "Brot-und-Butter-Sorte" nach meiner Wahrnehmung mehrheitlich charakterisiert. Es ist einfach ein schöner und mehr als solider Terrassenwein mit einiger Kraft, die jedoch eine gewisse Leichtigkeit nicht unterminiert, sondern fast eher fördert.

Wertung vom 19.03.2022: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 15.07.2022:

Wenn ich mir meine obenstehende VKN so durchlese, dann kann ich diese eigentlich eins zu eins übernehmen, was angesichts des gerade mal 4-monatigen Verkostungsabstands auch nicht ungewöhnlich ist; so aus der Erinnerung heraus kommt mir der Wein aber heute etwas feiner bzw. weniger ungestüm vor, was generell eine schlüssige Entwicklung wäre. Insgesamt keine qualitative Änderung.

Wertung vom 15.07.2022: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 27.05.2026:

Visuell ein leuchtendes, helleres Goldgelb, fürs Näschen gibt’s vor allem Mineralik in Form von Basalt, frisch geschnittenen Blauköpfen und etwas Glimmer, dahinter eine Ahnung von Mirabellen und Löwenzahn. Schmeckt dann auch sehr mineralisch mit dem Glimmer in der Pole, hier nimmt die Frucht in Form von weißem Pfirsich und zuckerfreiem Zitronat jedoch mehr Raum ein, die Floralik wirkt etwas grüner, prägend ist hier aber eine recht amtliche, dennoch nicht fordernde Kalisalzspur; dazu eine sehr schön ausbalancierte Säure. Dann ein Minutennachhall, der sich auf die dichte Zitronenaromatik nebst Salz konzentriert, im Finale dann wieder Löwenzahn sowie Nachtkerze nebst kühlem, metallischen Bitterchen.

„Vom Löss“ hätte ich generell eher einen etwas breiteren MT erwartet, aber das hier war schon bei der Erstbegegnung frisch und klar und hat nun vor allem noch die prominente Salzspur zu bieten, die für ungemeine Spannung sorgt. Letztere zeigte sich in jung noch nicht mal ansatzweise, die fast vier Jahre mehr Reife haben sich also sehr positiv bemerkbar gemacht, was ich in der Form gar nicht erwartet habe; große Freude, und das für seinerzeit < 9 Euronen! Und mal wieder die Erkenntnis, daß es sich sehr häufig lohnt, auch Basisweine -zumindest die von anspruchsvollen Erzeugern- ein paar Jahre reifen zu lassen.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/05/27/untypischer-muller/
Link 2: -
Link 3: -
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