Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 23.11.25 21:50

Bezeichnung: [Pinot noir] - Blanc de noirs - brut nature - Deutscher Sekt
Winzer/Produzent: Philipp Kuhn
Land / Region: Deutschland - Pfalz
Jahrgang: 2017
Typ: Schaumwein
Rebsorte: Spätburgunder (Pinot noir)
Alkohol (Vol.%): 12
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Losnummer: 1201712021
Preis: 20,27 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 18.12.2021
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 19.11.2025
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 04.02.2022:

Farblich zeigt sich Rotguß, relativ intensiver, feiner Blubber mit hoher Ausdauer. Riecht nach etwas weißer und roter Johannisbeere mit ordentlich Kiesaufbereitung und volatiler Säure. Am Gaumen knarzetrocken, die Johannisbeeren sind hier etwas präsenter und verbreiten auch etwas Extraktsüße, die durchaus prägend ist, sehr klare Säure, dazu eine kühle Hefe-Kalk-Basis. Der minutenlange Nachhall ist auch in erster Linie kühl, dennoch blitzt hier auch ein Hauch zuckerfreier Kastanienhonig auf, der sich wacker bis ins Finale rettet.

Hochanimierender, leicht kantiger, aber trotz seiner Knochentrockigkeit auch in Ansätzen schmeichelnder Sekt, der dabei aber nicht ins Beliebige abgleitet. Gefällt mir auch noch einen Tick besser als der 16er. So geht brut nature!

Verkostung vom 04.02.2022: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

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Verkostung vom 19.11.2025:

Optisch ein dunkleres Goldgelb auf dem Weg zum Altgold, sehr feiner, mitteldichter Blubber mit hoher Ausdauer, riecht nach sehr feinem Backapfel bzw. Apfelstrudel mit Apfel- / Teigverhältnis 9:1 (also nicht diese mastigen Mehlbomben, die man meist so bekommt…), ein Minihauch Zimt, feine Hefespur, insgesamt mittels leichtem Säurehauch klar auf der frischen Seite bleibend. Am Gaumen auch diese animierende Balance zwischen eher elegantisierenden Aromen wie dem Apfel plus Hefe sowie der nervigen, kühlen Säure, eine feine Trockenkräuterspur spielt mit, sehr kühler Kalk als Basis. Der schön lange Nachhall zeigt dann deutlich mehr Kräuter, die auch auf der frischeren Seite angesiedelt sind, vorrangig Kerbel und Schnittlauch, der Apfelstrudel spielt hier nur noch im Oberschwingungsbereich mit.

Die -für mich- passende Balance zwischen Frische und Reife schaffen nur wenige deutsche Blubberwässerchen mit ein paar Jahren auf dem Buckel, dieser hier kann das ziemlich gut. Sehr schön zur abendlichen Brotzeit mit allerlei konservierten Fischchen, allerdings gefiel mir der Schaum vor knapp vier Jahren doch noch einen Tick besser, das hat aber nur mit meiner subjektiven Vorliebe für Frischware beim Geschäume zu tun, nichts mit der objektiven Qualität…
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2025/11/21/so-geht-brut-nature/
Link 2: -
Link 3: -
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