Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 22.07.25 19:51

Bezeichnung: Savagnin [blanc] - Naturé du Jura - Arbois AC
Winzer/Produzent: Domaine Rolet
Land / Region: Frankreich - Jura
Jahrgang: 2018
Typ: Weißwein
Rebsorte: Savagnin
Alkohol (Vol.%): 14
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L ABNAT 913
Preis: 16,99 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 05.12.2019
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 22.07.2025
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 29.12.2021:

Im Glas ein ein bißchen zum Messing hin schielendes Goldgelb, für den Riechkolben gibt's dezent oxidiertes, sekundäres Steinobst, dazu etwas süßebefreiten, herben Thymianhonig. Schmeckt dann auch so, der 14 Prozenter fließt dank der gut proportionierten Säure außerordentlich gut, etwas Großholz mit Spuren von Ledertasche und saurem Karamell begleitet die hier etwas mehr oxidierte Frucht, mineralischerseits assoziiere ich am ehesten Rotlage. Der ziemlich lange Abgang ist kühl und warm zugleich, im Ewigkeits-Finale dominieren die hier leicht angemalzten Holzaromen.

Im Falle Jura liebe ich ja die ganzen schrägen bzw. freakigen Sachen, aber insbesondere beim Ofenkäse hat auch die "Klassik" ihren berechtigten Platz bei meinen Jura-Vorlieben. Hier ist das Besondere, daß der Wein eigentlich nichts Besonderes ist oder sein will, aber mit dieser eher distinguierten bzw. feinen oxidativen Seite sich ganz unaufgeregt von den tatsächlich nicht besonderen Weinen wohltuend absetzt.

Wertung vom 29.12.2021: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 22.07.2025:

Ein sehr strammes Goldgelb mit Bronzetouch im Glas, nasenmäßig gibt’s erstmal herben Trockensthonig (Thymian-, Rosmarin-) vor leicht oxidierten Pfirsichen, dazu etwas braune Würze sowie dunkles Karamell. Schmeckt dann auch so, trotz Honig und reifer Frucht zeigt sich keinerlei Mastigkeit, was nicht zuletzt der potenten wie reifen Säure zu verdanken ist, aber auch eine Ladung Kalisalz ist nicht ganz unschuldig daran; weiters gibt’s ganz dezentes Holz mit Leder und dem schon erwähnten Karamell, bodenseitig wirkt’s in erster Linie rotlagig. Dann ein einerseits schon opulenter, aber dennoch auch sehr leichtfüßiger Abgang, der wärmend und kühlend zugleich ist, was die Spannung deutlich fördert, im Finale ist der Gegensatz von Säure und (Extrakt-) Süße am ausgeprägtesten.

Dieser „Kühl-Warm-Gegensatz“ ist nun noch ausgeprägter als bei der Erstbegegnung, trotz der Dichte des Weins (und auch trotz der immerhin 14 Umdrehungen) läuft dieser Savagnin dessen ungeachtet völlig hemmungslos die Kehle hinunter und lädt auch sofort zum nächsten Schluck ein. Ich bin ja an sich -mittlerweile- eher ein Freund der leichteren, filigraneren Sachen, aber manche Gerichte schreien einfach nach etwas gehaltvolleren Weinen, da kommt mir sowas gerade recht, große Freude zu einem sehr überschaubaren Preis!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2025/07/22/einfallslos/
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