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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 22.07.26 20:08 |
| Bezeichnung: |
[Xarel·lo] - Xarelina - [Vino da Mesa] |
| Winzer/Produzent: |
Émilie Mutombo |
| Land / Region: |
Spanien - Catalunya |
| Jahrgang: |
2019 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Xarel.lo |
| Alkohol (Vol.%): |
12 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
L-XAm019 |
| Preis: |
20 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Culinaries - 12.05.2021 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25 |
| Preis / Genuss: |
gut |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
17.07.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 23.10.2021:
Ein trübes Orange zeigt sich, nasal gibt's erst mal Schwefel, weißen Rauch und Basalt, mit Luft allenfalls ein paar Fruchtsprengsel erahnbar. Schmeckt ebenfalls sehr flintig-mineralisch, kaum Frucht, allenfalls ansatzweise ein Mix aus sehr reduzierter Papaya und Aprikose, straffe Säure, vulkanische Steingrundlage. Der ziemlich lange Abgang wiederholt das nochmals recht eindrucksvoll, das Finale wirkt trotz der Gerbstofflast recht quirlig.
Dieser Wein besticht durch seine kompromißlose Mineralik und trotz fast völliger Fruchtabstinenz fehlt einem hier nur wenig zum völligen Glück; auch die Balance zwischen Säure und der an sich viskositätserhöhenden Gerbstofffracht ist vorbildlich.
Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: mittlerweile ist dann doch einiges an Frucht in deutlich reduktiver Form aufgetaucht, darunter Papaya, Guave, Akee und ein bißchen Mandarine. Rauch und Flint sind entsprechend zurückgegangen, dafür gibt's jetzt Salz in überraschender Konzentration, auch Karamell und Lakritz spielen in Spuren mit. Dann ein unendlich langer, exotisch-süßlicher und dennoch trockener Abgang. Auch dieser spannende und nunmehr enorm komplexe Wein schafft den Sprung in die 3er-Riege mit Bravour!
Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
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Verkostung vom 17.07.2026:
Ein leuchtendes Bräunlichorange im Glas, es riecht nach herber, sehr reduzierter, sekundärer und doch intensiver Frucht wie Kaki, Akee, Mispel und trockener Orangenring, deutliche Großholzanmutung, einige Trockenkräuter aus der Beifuß-Ecke. Geschmacklich zeigt sich dann die leicht oxidierte Seite der Frucht ohne jede Drüberigkeit, die reife Säure hält das Ganze schön auf der agilen Seite, läßt aber eine kleine Samtigkeit zu, sogar etwas reif wirkende Trockensüße aus einer Art konzentriertem Trockenapfel spielt mit, mineralischerseits wirkt’s eher erdig mit ein paar gelben Eisensalzen. Dann ein ordentlich langer Nachhall, der wie aus dem Nichts auf einmal Kurkuma und Kardamom nicht nur ins Rennen wirft, sondern hier zum bestimmenden Merkmal macht, im Finale auch noch eine feine Kalisalzspur, mit Luft auch noch eine Spur Salzkaramell.
Dieser Xarel·lo ist nunmehr in einem wunderbaren Reifestadium, wobei ich gar nicht einschätzen kann, ob vor oder nach dem Zenit und wie weit davon weg. Der Wein ist insgesamt ein eher leiserer Vertreter seiner katalonischen Naturzunft, präsentiert aber das was er hat dann doch recht subtil-selbstbewußt (sic!). Gestern ein wunderbarer wie souveräner, aber nicht aufdringlicher Begleiter zur gegrillten Makrele als auch zur anschließenden Melone sowie solo danach! Vielleicht nicht ganz so expressiv wie am zweiten Tag der Erstbegegnung vor bald fünf Jahren, aber vielleicht tut sich mit dem Rest der Flasche wie einst mit Luft noch was…
Wertung am ersten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
Nachtrag nach 48 Stunden mit Luft: die Frucht hat sich etwas intensiviert und erscheint dabei auch differenzierter, die Kräuter wirken etwas etherischer; am Gaumen äußert sich der erstarkte Extrakt in leicht erhöhter Trockensüßeanmutung, Schalen von Kaki und Aprikose stechen besonders heraus, die gelben Gewürze und Salze haben auch aufgerüstet, die Salzspur wirkt feiner und dennoch breiter. Wie erhofft hat sich erneut einiges getan in der noch zu einem Drittel geöffneten Flasche, der Wein erreicht nun ohne Mühe wieder die Nachverkostungswertung der Erstbegegnung!
Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
Nachtrag nach 5 Tagen mit Luft: farblich jetzt ein Schwenk zum trüben Apricot hin, geruchlich nun auch bzw. sogar prägend florale Noten mit führendem Hibiscus, dahinter Papaya und Guave. Am Gaumen dann viel Früchte- und Blütentee verschiedenster Farben, trotz genereller Stoffigkeit wirkt der Wein insgesamt filigraner. Auch wenn sich einiges bei der Aromatik geändert hat, bleibt die grundsätzliche Charakteristik des Weins unverändert, punktemäßig vielleicht ein minimaler Rückfall zur initialen Bewertung, generell aber eine höchst spannende Reise, die der Xarelina gerade hinlegt. |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/07/18/makrele-mit-xarel%c2%b7lo-relaunch/ |
| Link 2: |
https://ec1962.wordpress.com/2021/11/01/meedels-3/ |
| Link 3: |
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Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 470 mal abgerufen |
Bilder:
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