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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 05.12.25 20:24 |
| Bezeichnung: |
[Aligoté] - Love and Pif - Blanc - Vin de France |
| Winzer/Produzent: |
Yann Durieux |
| Land / Region: |
Frankreich - Burgund |
| Jahrgang: |
2018 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Aligoté |
| Alkohol (Vol.%): |
12 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
LLPYD18 |
| Preis: |
31 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Mes Bourgognes - 21.05.2021 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25 |
| Preis / Genuss: |
schlecht |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
05.12.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 25.05.2021:
Im Glas ein trübes, helleres Strohgelb, ganz leichte CO2-Entwicklung in den ersten Minuten. In der Nase anfangs recht verhalten, hier braucht's ein bißchen Temperatur und dann zeigt sich eine sehr reduzierte bzw. aristokratische Zitrone nebst ein bißchen entsprechendem Sorbet, dazu etwas Balsaholz. Am Gaumen setzt sich das so fort, die Säure zeigt sich ebenfalls von einer sehr aristokratisch-distinguierten, unendlich feinen Seite, dabei ist sie so gut austariert, daß trotz des an sich eher filigranen Charakters kein Gefühl der Substanzlosigkeit verbunden mit entsprechenden geschmacklichen Löchern einher geht; auch der Kalk untendrunter ist so vornehm, daß man hier glatt den Carrara-Marmor anführen könnte. Der kaum enden wollende Abgang schwenkt ein bißchen in Richtung Yuzu, im ewigen Finale zieht einem die agrumatische Edelsäure fortwährend den Saft aus den leicht pelzigen Wangen.
Ich habe beim Schlaumachen gelernt, daß "Pif" im Französischen umgangssprachlich in etwa "Plörre" oder "billiger Wein" bedeutet. Tatsächlich paßt der Name in ironischer Anwendung ganz gut, denn irgendwie ist das ein eigentlich ganz einfacher und auch nicht sonderlich komplexer Wein, allerdings strukturell auf höchstem Niveau angesiedelt. Ist kein ganz billiges Vergnügen, wer für viel Geld unbedingt viel im Wein drin haben will und weniger an der eher leisen Kunstfertigkeit der Umsetzung interessiert ist, läßt besser die Finger davon!
Wertung vom 25.05.2021: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
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Verkostung vom 05.12.2025:
Visuell ein helleres Messing, es riecht fruchtseitig recht verhalten, aber dennoch prägend nach sehr reduzierten Mirabellen und Zitronenzesten, dafür hier schon ordentlich Mineralik in Form von gelöschtem Kalk, der von etwas Speckstein begleitet wird. Geschmacklich wirkt das dann extrem niederviskos, insbesondere die Zitrusseite fächert sich aromatisch auf und bringt vor allem noch Pomelo sowie Limette ins Spiel, die mitgelieferte Säure ist sehr klar und agil, hier wirkt der Kalk noch deutlich gelöschter und auch purer. Dann ein mehrminütiger Nachhall, der die helle Zitrusseite mit nur sehr flachem Gradienten abflauen läßt.
Nach wie vor ein sehr puristischer Wein, der seinen Reiz in den fein gestrickten Facetten insbesondere der Zitrusaromatik hat. Muß man sich zwar im besten Sinne schöntrinken, also nix für nebenher, wie der Titel des Weins das eigentlich impliziert, die Erkundung dieses hochanimierenden Aligoté lohnt sich aber! |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/12/05/liebe-und-plorre/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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