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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 19.03.26 21:09 |
| Bezeichnung: |
Scheurebe - trocken - Qw |
| Winzer/Produzent: |
Stahl |
| Land / Region: |
Deutschland - Tauberfranken |
| Jahrgang: |
2020 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Scheurebe |
| Alkohol (Vol.%): |
12,5 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
AP 7251 008 21 |
| Preis: |
10,41 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 22.03.2021 |
| Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
19.03.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 07.05.2021:
Die Farbe ist ein helleres Strohgelb, fürs Näschen gibt's leicht maoamisierte Stachelbeere sowie einen Kräutermix aus Estragon, Dill und Kerbel, ein bißchen Silage noch. Am Gaumen setzt sich das so fort, die Säure ist keck und grün, steinseitig ein bemooster Gebirgsbach. Der gut lange Abgang ist kräuterig frisch mit Zitronensorbet-Finale incl. etwas Minze.
Ist aktuell noch ziemlich grün hinter den Ohren, vor allem das Bukett kommt noch etwas plakativ daher, das könnte sich aber noch einschleifen. Die mir bekannten Jahrgangsvorgänger waren allerdings auch in jung bereits signifikant ernsthafter unterwegs; ob sich da mit der deutlich gediegeneren Etkettengestaltung auch eine entsprechende Neuausrichtung verbindet? Wäre schade drum! Ich hatte auch eigentlich gehofft, eine kleine erste Andeutung zur 20er Jahrgangscharakteristik aus dem Wein ablesen zu können, aber irgendwie entziffere ich hier diesbezüglich gar nichts...
Wertung vom 07.05.2021: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 16 von 25
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Verkostung vom 19.03.2026:
Ein leicht schwefeliges Goldgelb im Glas, anfangs noch leicht perlend; fürs Riechgerät gibt’s Zitronenabrieb in konzentriert und leicht kandiert, dazu auch hellere steinobstige Noten aus der Mirabellen- und Nektarinenecke, eine Ahnung von Lemon Pepper in der Ankündigung. Geschmacklich zeigt sich die Scheu dann auf Basis der Nasenfrucht ziemlich extraktreich, was auch zu einem entsprechenden, leicht kantigen Süßeeindruck bei ansonstiger Knarztrockenheit führt; die Säure ist zwar gut aufgestellt, geht aber neben dem Extrakt fast unter, steinseitig fällt mir am ehesten gelöschter Kalk ein. Dann ein recht langer Abgang, der auch in erster Linie von dem genannten Fruchtkonzentrat lebt, im Finale dann auch Anklänge einer Kräuterigkeit in Form von minzigen bis mentholischen Arten.
Im nunmehr sechsten Jahr hat sich diese Scheu recht schön entwickelt; die bei der Erstbegegnung bemäkelten Kinderkrankheiten sind soweit auskuriert, dennoch wird die Hürde, welche die Vorgänger „U-Haft“ bis „Bodenstoff“ sowohl in jung als auch in gereift gelegt haben, nicht gerissen. Das ist zwar trotz des recht lauten, dabei aber nicht (mehr) lauten Extrakts trotz Ecken sehr rund, sehr trinkig, sehr animierend, aber das „Boah“ der früheren Jahre will nicht aufploppen. In der Gesamtwertung hat der Wein ohne Frage erheblich zugelegt, tatsächlich fragte ich mich dann aber auch, ob ich das nachkaufmäßig auch hochstufen soll, letztlich hab ich’s knapp doch gemacht, vor allem deshalb, weil die Scheurebe gerade so selbstbewußt und ohne jedes Alterungsindiz im Glas steht. |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/03/19/die-neue-etikette/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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