Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 16.11.25 12:26

Bezeichnung: Sauvignon blanc - [Deidesheimer Paradiesgarten] - I - trocken - VDP.Gutswein
Winzer/Produzent: Von Winning
Land / Region: Deutschland - Pfalz
Lage: Paradiesgarten (Deidesheim - Pfalz) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2019
Typ: Weißwein
Rebsorte: Sauvignon blanc
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: AP 5 106 327 051 20
Preis: 19,5 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 30.03.2021
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 27.09.2025
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 09.04.2021:

Farblich ein kräftiges Goldgelb, in der Nase eine deutlich holzgeschwängerte Kräuterfront, trotz aller Dichte aber nicht überbordend, mineralischerseits Korund und etwas Basalt, welcher mit Luft noch zunimmt. Am Gaumen ebenfalls sehr kräuterig plus Holzlasur, einige leicht pelzfördernde Gerbstoffe, hier auch ansatzweise Frucht in Form von Jostabeeren und weißen Johannisbeeren, ein Hauch Pimientos sowie etwas fermentierte Limette, frische, leicht kantige Säure, darunter eine deutliche Kräutersalzspur. Der Nachhall zeigt das Holz von der distinguiertesten Seite, hier eine leichte Extraktsüße, der ordentlich Grünzeug gegenüber steht.

Super Zeuch, aktuell noch etwas kantig und vom Holz her noch ein klein bißchen vorlaut, jedoch auf die angenehme Art, hat deutlich Potential.

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25

Nachtrag nach 48 Stunden mit Luft: die Kräuterfront ist nach wie vor sehr gut in Form, vor allem der Koriander tritt jetzt sehr selbstbewußt auf und läßt auch ein bißchen Minze mitspielen, die Mineralik kommt ein bißchen dezenter daher. Am Gaumen kommen nun die Limetten mehr zum Zug, das Holz hat sich zu einer deutlichen, eher grünlichen, burgundischen Stilistik hin entwickelt, die Säure ist nach wir vor sehr frisch, aber etwas mehr verwoben. Beim Abgang wieder ein ordentlicher Schlag Kräutersalz, im Finale eine recht gelb wirkende, stark reduzierte, aber dennoch dominante, salzige Stachelbeere. Hat über die zwei Tage eine sehr schöne Entwicklung hingelegt, die für die nächsten Jahre einiges erhoffen läßt!

Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 09.04.2023:

Visuell ein sehr intensives Goldgelb, riecht nach einigem Steinobst mit grünen und braunen Holznoten im Verhältnis 50 zu 50. Geschmacklich ist das Holz etwas weniger prägend, hier gibt's Mirabellen mit Zitronen und Jostabeeren nebst Koriandersaat und geröstetem Estragon, eher erdige Basis. Abgangsmäßig bewegen wir uns im Mehrminutenbereich, hier dominiert die grüne Seite des Holzes, etwas grüner Pfeffer spielt auch mit.

Auch diese vW-Interpretation einer weißen Rebsorte ist natürlich vom Holzeinsatz geprägt, das ist schließlich das Weingutscredo. Das mag man oder haßt man, ich find's zu einem entsprechenden Essen äußerst passend, solo würde ich aber tatsächlich Einschränkungen machen. Dennoch insgesamt 3er-würdig!

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: wesentliche Veränderung ist eine Verlagerung des Grün-Braun-Verhältnisses der Holznoten auf ca. 80 zu 20, was den Wein deutlich burgundisiert und ihn auch besser solofähig macht. Wie beim letzten mal auch tut etwas Luft hier sehr gut!

Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 27.09.2025:

Im Glas ein deutliches Goldgelb, nasal ein prominenter, aber nicht überfordernder Holzeinsatz, dann Jostabeere nebst feiner Kräuterspur, teils frisch, teils gerebelt. Auch gaumenmäßig ist das Holz präsent, aber nicht dominant, leichte Holzkondensatspur, quirlige Säure, recht kühle, herbe Mineralik. Dann ein sehr langer Nachhall mit ordentlich grünen Bitterchen, die aber nicht abstoßend wirken, vor allem während dem Finale bildet sich eine leichte Adstringenz aus.

Nach wie vor eine sehr schöne, wenn auch etwas deftigere Sauvignon-Interpretation. Was ich jedoch gegenüber der letzten Begegnung etwas vermisse (auch bei einer Nachverkostung am nächsten Tag), ist dieses leichte, burgundische Feeling, das sich bei der letzten Begegnung eingestellt hat, deshalb aktuell „nur“ ein sehr guter „2er“.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2025/11/08/sushi-und-wein/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2023/04/10/sauvignon-bois-relaunch/
Link 3: https://ec1962.wordpress.com/2021/04/11/deidesheimer-klassentreffen/
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