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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 18.07.26 20:12 |
| Bezeichnung: |
Riesling - Westhofen Morstein - trocken - VDP.Große Lage - GG |
| Winzer/Produzent: |
Wittmann |
| Land / Region: |
Deutschland - Rheinhessen |
| Lage: |
Morstein (Westhofen - Rheinhessen) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2014 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Riesling |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
AP 4 327 231 019 15 |
| Preis: |
43,55 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 15.05.2018 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 24 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
18.07.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 06.03.2021:
Farblich ein dichtes Goldgelb mit Messingtouch, nasal gibt's einen prall gefüllten Zitruskorb mit schön differenzierten Limetten, Pampelmuse und Kumquat, Zesten- / Spaltenverhältnis etwa 60 zu 40, etwas Zitronengras, die Phenolik ist noch klar bei den Agrumen und nicht bei der Tankstelle angesiedelt. Am Gaumen wird der o.g. Korb noch wesentlich durch Minneloa ergänzt, die Spalten holen leicht auf, sehr straffe und mundwässernde, jedoch nicht grimassenfördernde Säure, sehr klar und stoffig zugleich, steinseitig recht kühl wirkend, etwas eisenhaltige Ackerscholle. Der ellenlange Abgang steigert dann durch etwas Piment die Spannung noch weiter, auch bleibt die Diversifikation der Einzelaromen bis ins Finale perfekt.
An diesem GGG (Ganz Großes Gewächs) fasziniert mich vor allem seine ultraklare Struktur, die jedoch nicht in die Kargheit, sondern zu einem selbstbewußtem Aromenteam führt, welches die einzelnen Bestandteile schön erkennbar herausarbeitet, aber vermeidet, daß diese sprichwörtlich nebeneinander stehen. Sowas ist für mich (fast) der Idealtyp des klassischen Kaltjahr- (Bio-) Rieslings, jedenfalls kann ich mir in diesem Genre nicht mehr allzu viel on top vorstellen...
Wertung vom 06.03.2021: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 24 von 25
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Verkostung vom 18.07.2026:
Im Glas ein leuchtendes, leicht zum Messing schielendes Goldgelb, anfangs noch minimal perlend, riecht recht intensiv, aber nicht mastig nach einem Mix aus sekundären, leicht etherischen Kumquats und Yuzu, im Hintergrund auch Physalis, subtile Großholzanmutung, minimale Frischwachsnote, fast eine kühle, schieferige Mineralikankündigung (gibt’s da natürlich nicht, aber trotzdem…). Geschmacklich dann auch diese Art Frischwachs neben der sehr frisch-jugendlich wirkenden Frucht mit auch erwachsenen Attributen, deutlich in Kalisalz gebettet und mit etwas Petersilienwurzel sowie einem Hauch Piment abgeschmeckt; auch die Säure schafft diesen Gegensatz zwischen reif und quirlig, bodenseitig wirkt’s kühl-ackerschollig ohne jede Schwere. Beim mehrminütigen Abgang zeigt sich auch etwas weißer Pfeffer, hier ausschließlich Agrumen in etherisch-saftiger Form, im Finale dann wieder eher diese Kalisalzanmutung.
Wieder mal ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie goil der 14er Jahrgang insbesondere beim Riesling sein kann bzw. hier auch tatsächlich ist. Etwas eigen, aber voll in meinem Sinne ist die leichte Reifenote, die ich gerade nur mit „Frischwachs“ beschreiben kann, ansonsten hat der Wein eigentlich alles an animierenden Aromen, die man sich so vorstellen kann, dabei drängt aber nichts nach vorne und verdeckt was anderes, die vielen Aromenpeaks haben quasi alle die gleiche Amplitude, was Harmonie und Spannung gleichermaßen fördert. Das leichte Geperle nach dem ersten Einschenken deutet darauf hin, daß der Korken dieser Flasche einer der diffusionsdichteren gewesen ist, also großes Glück beim diesmaligen Korklotto. „Groß“ sind wir in jedem Fall, viel besser geht Riesling nach meinen persönlichen Maßstäben auch nicht mehr, allenfalls einen Tick, deshalb auch erneut „nur“ |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/07/18/ggg/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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