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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 13.09.25 20:16 |
| Bezeichnung: |
Silvaner - Stettener [Stein] "Rossthalberg" - trocken - Erste Lage |
| Winzer/Produzent: |
Rudolf May |
| Land / Region: |
Deutschland - Franken |
| Lage: |
Stein (Stetten - Franken) (in weinlagen.info) |
| Jahrgang: |
2019 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Silvaner |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
Schraubverschluss |
| Weitere Angaben: |
AP 2152 009 20 |
| Preis: |
19,5 Euro je 0,75 l (Sonstige Bezugsquelle) - 27.11.2020 |
| Bewertung: |
Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
12.09.2025 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 27.11.2020:
Farblich ein helleres Goldgelb mit leichtem Rotstich, dann eine deutliche, leicht reduktive Steinobstnase, auch Reneclauden, dezentes, leicht grünliches Großholz. Am Gaumen ebenfalls angegrünte reduzierte Frucht incl. etwas Williamsbirne, vom Holz her leicht Essigbaum, dazu eine sehr geschmeidige, aber nicht behäbige Säure sowie eine erdige Kalkgrundlage. Sehr langer, sekundär fruchtbetonter Abgang, im Finale durch das perfekte essigbaumgrüne Holz recht burgundisch wirkend.
Eher nach Frankreich schmeckender Silvaner, der vom typisch Fränkischen aus meiner Sicht sehr weit weg geht, was mich aber nicht im geringsten stört; mich wundert fast, daß das noch ein Qualitätswein ist.
Wertung vom 27.11.2020: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
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Verkostung vom 12.09.2025:
Visuell ein leuchtendes Messing, das Bukett zeigt sich fast etwas scheurebesk mit floral unterlegten Mirabellen, grüner Feige, Pomelozesten und Jostabeere, das Ganze hinter einem Rauchhauch nebst ein paar Kräutern aus dem Zitronenmelissebereich. Am Gaumen sind wir ebenfalls sehr leicht und frisch unterwegs, dabei aber nicht substanzlos, hier spielen auch Limetten samt Etherik vorne mit; die Säure ist knackig, zeigt aber auch eine geschmeidige Seite, steinmäßig geht’s auch recht kühl zu, wobei der Haupteindruck dennoch in Richtung Kalk zeigt. Auch der lange, frisch-kühle Abgang spielt mit grünlichen, scheurebigen Noten, im Finale drängt etwas Sauerkaramell schüchtern nach vorne.
Das ist mal wieder so ein Wein, der in der Konkurrenz mit anderen womöglich mehrheitlich untergeht, da er nicht mit Kraft und Fülle arbeitet, sondern grundsätzlich filigran-leicht unterwegs ist und seine Komplexität nicht direkt aufdrängt. Dennoch hatte der Silvaner überhaupt kein Problem, gegen Lammbrødwerschdla mit Sauerkraut anzustinken. Er zeigt aktuell auch keinerlei direkte Anzeichen bezüglich Alterung. Indirekt aber im Vergleich zur Erstbegegnung doch ein signifikanter Abbau einiger Aromen, die damals zur klar burgundischen Einstufung führten, dieser Expressivitätsverlust führt dann letztlich zum Abstieg in die „2er“-Riege; leider eine etwas andere Entwicklung als beim initial ebenfalls genossenen 19er „Schäfer“ aus gleichem Haus, der vor einem Dreivierteljahr eher noch zugelegt hat und sich eindeutig „groß“ zeigte… |
| Trinkreife: |
jetzt trinken |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2025/09/13/der-eine-auf-der-andere-abwaerts-relaunch/ |
| Link 2: |
https://ec1962.wordpress.com/2020/12/05/die-frankische-silvaner-spitze/ |
| Link 3: |
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Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 479 mal abgerufen |
Bilder:
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