Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 03.10.23 19:49

Bezeichnung: [Chenin blanc] - Brutal - [Pétillant naturel] - Vin de France
Winzer/Produzent: Babass
Land / Region: Frankreich - Loire
Jahrgang: 2015
Typ: Schaumwein
Rebsorte: Chenin blanc
Alkohol (Vol.%): 10,5
Verschluss: Kronkorken
Weitere Angaben: nb15
Preis: 28,8 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Culinaires - 21.10.2020
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 02.10.2023
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 20.11.2020:

Farblich ein leicht trübes, helleres Ockergelb, sehr feine und ausdauernde Perlage, riecht erst mal relativ verhalten nach Apfel-Hefestrudel mit Mandeln, aus dem ein deutlicher Limettennebel aufsteigt. Schmeckt dann im Wesentlichen auch so, Limette, Zitrone und Säure verflüssigen alles Strudelige (das hier aus Sauer-Hefeteig gemacht zu sein scheint) bis zur fortgeschrittenen Frische, das Ganze findet auf einem sprudeligen Tuffsteinbett im Eibenwald statt. Auch der minutenlange Abgang zeigt eine schöne Spannung zwischen der im Grunde eher mastigen Strudelseite und den frischefördernden Aromen auf der anderen Seite.

Meine Erstbegegnung mit einem CB-Schäumer war hinsichtlich des Trinkflusses trotz an sich sehr schöner und auch rebsortentypischer Aromatik noch etwas verhalten begeistert und ich habe mich gefragt, ob Blubber-Chenin auch in belebender geht. Und: geht! Furztrocken bei gerade mal 10,5 Umdrehungen (Druckfehler?) und mit satt Säure ausgestattet ist das hier richtig gut. Den "Brutal"-Weinen der verschiedenen, emittierenden Winzer haftet ja (mit einem gewissen Recht) der Ruf an, eher schwierig bis extrem zu sein, das kann ich hier nicht bestätigen. Ist zwar klar der Naturweinseite zuzuordnen, ist aber m.E. nicht mit wesentlichem Abschreckungspotential behaftet.

Wertung vom 20.11.2020: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

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Verkostung vom 02.10.2023:

Im Glas ein leicht angetrübtes Orangebronze, recht intensiver, dabei mittelfeiner und ausdauernder Blubber. Geruchlich gleich klar Chenin mit feiner Nussigkeit aus der Mandel-Macadamia-Ecke, cremige Marillenknödel, die durch die angekündigte Säure breitemäßig komplett entschärft werden. Schmeckseitig im Wesentlichen der gleiche Eindruck incl. der vollständigen Einlösung des Säureversprechens, eigentlich sogar eine Übererfüllung des Plansolls; mit der Säure kommen auch Aromen von Mandarine und Yuzu mit, steinseitig deutlich tuffig. Der schön lange Nachhall konzentriert sich dann auf die Samtsäure plus einiger hier etwas gelberer Agrumensprengsel, im Finale dieses gleichzeitig kühlende und wärmende Gefühl im Schlund, das nur wenige Weinchen auslösen können.

Dieser nun immerhin 8 Jahre alte Chenin-PétNat ist immer noch voll auf der Höhe, die Nußseite zeigt zwar ganz leicht auch ein paar wachsige Anklänge, aber aktuell noch klar auf der animierenden Seite. Trotz der gerade mal zehneinhalb Umdrehungen absolut kein aromatisches Leichtgewicht, insbesondere die perfekte (Extrakt-) Süße-Säure-Struktur führte zum großen Spaß im Glas!
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2023/10/03/cb-chenin-brutal/
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