Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 03.02.26 09:35

Bezeichnung: Chenin blanc - Demoiselle - Aux Yeux d'Or - Pétillant naturel - Vin de France
Winzer/Produzent: Domaine du Closel
Land / Region: Frankreich - Loire
Jahrgang: 2018
Typ: Weißwein
Rebsorte: Chenin blanc
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: sonstige
Weitere Angaben: CorkSupply VINC-Verschluß, VDFPN18BT
Preis: 17,01 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 25.08.2020
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 02.02.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 27.09.2020:

Farblich ein leicht trübes, zum Ocker schauendes Goldgelb, mitteldichter, dafür sehr feiner und ausdauernder Blubber. Riecht permanent leicht schwefelig, weiters Noisette und was Steinobstiges. Schmeckt auch aufgrund der Nussigkeit und der nachgelagerten Backäpfel etwas voller, der gerbstoff- und hefelastige Extrakt macht's der Säure nicht gerade leicht, auch ein kleines Chininbitterchen versucht, die Frische zu fördern; das Ganze spielt sich auf einem etwas lehmigen Kalkbett ab. Der recht lange Abgang präsentiert in erster Linie Nüsse, Hefe und Bitterchen.

Der Chenin blanc wird hier recht gut abgebildet, mir persönlich ist das Ganze trotz eigentlich schöner Aromatik aber doch ein bißchen zu schwerfällig, vor allem wenn das Essen schon abgeschlossen ist. Generell kann ich mir aber gut vorstellen, daß mit dieser Rebsorte sehr schöne, auch mehr auf der belebenden Seite angesiedelte Schäumerchen möglich sind, sofern man die Süße-Säure-Struktur noch etwas besser (in meinem Sinne) hinbekommt. Vielleicht auch ein Jahrgangsthema?

Wertung vom 27.09.2020: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 18 von 25

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Verkostung vom 02.02.2026:

Im Glas ein fortgeschrittenes Goldgelb, fast schon honiggelb anmutend, relativ feiner und auch ausdauernder Blubber; geruchlich geht’s dann auch tatsächlich mit herberem Korianderhonig los (aus der Runde kam auch „Bernstein“, womit nicht die Farbe gemeint war…), etwas sekundäre Aprikose spielt mit, in zweiter Reihe auch Backapfel; die deutlich nussige Seite ist macadamialastig, auch ein paar Malzsprengsel sind vernehmbar. Am Gaumen sind der Honig und das reife Steinobst „guad beinand“, die potente Säure kann das Ganze aber gerade so auf der belebenden Seite halten, aus Malz wird hier eher dunkles Karamell, etwas Autolysiges noch, ein Hauch Salz taucht auf, ansonsten führt die Bodenassoziation eher ins Rotlagige (gibt’s das da überhaupt?). Abgangsseitig hat man ziemlich lange was davon, auch hier ist der herbe Trockenhonig tonangebend, ebenso wird die Grenze zum Anstrengenden knapp nicht überschritten.

Dieser Schaum, der mir bei der Erstbegegnung noch zu sehr auf der mastigen Seite aka schwerfällig unterwegs war, zeigt sich heute in deutlich harmonischerer Form, allerdings funktionierte er zum Essen -indischer Blumenkohl- nunmehr auch signifikant besser als solo danach. Aber auch an der Loire war’s in 2018 eher wärmer, vielleicht sollte ich das nochmal aus einem etwas kühleren Jahr probieren. Dennoch machten die Gläser einige Freude, denn eine solch dichte, herbe Honigaromatik ohne nennenswerte Trinkhemmnis muß man erstmal hinbekommen.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/02/02/unser-erster-cb-schaum/
Link 2: -
Link 3: -
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