Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 07.12.22 18:10

Bezeichnung: Chardonnay - Valle d'Aosta DOP
Winzer/Produzent: Les Crêtes
Land / Region: Italien - Aostatal
Jahrgang: 2014
Typ: Weißwein
Rebsorte: Chardonnay
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: L.1-A14
Preis: 15,11 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 01.12.2019
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 07.12.2022
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 27.06.2020:

Im Glas ein leuchtendes Goldgelb, welches in Richtung Cadmiumgelb schielt, riecht deutlich erkennbar nach Chardonnay mit der üblichen Banane (eher Kochbanane), Pfirsich und Aprikose, dazu ein paar Nüßchen sowie dezent Torf, alles aber auf die eher feine Art. Am Gaumen ähnlich, aufgrund der ordentlichen Säure kaum cremig, aber dennoch mit eleganter Grundstruktur, die reife und doch frische Frucht ist leicht angewürzt, untend'runter ein paar herbe Kiesel incl. mineralischem Bitterchen. Der recht lange Abgang ist dann deutlich fruchtärmer, hier liegt der Focus auf der herben Mineralik incl. Beifuß.

Trotz ein paar dezenten, würzigen Noten (welche m.E. der Reifung zuzuschreiben sind) ist dies ein schöner Stahl-Chardonnay, der jedoch keinerlei Plakativität in sich birgt. In der 15 Euronen-Klasse ist bei dieser Rebsorte meiner Wahrnehmung nach ja überwiegend Holz im Spiel (gegen das ich in "begleitend" bzw. "unterstützend" ja auch überhaupt nichts einzuwenden habe), hier zeigt sich jedoch in schöner Weise, daß auch ernsthafter Chardonnay nicht zwangsläufig Holzaromatik im Gepäck mitführen muß. Übrigens: auch dies ein 14er Norditaliener, der aktuell keinerlei Schwäche zeigt...

Wertung vom 27.06.2020: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 07.12.2022:

Farblich sind wir bei einem schon etwas abgedunkelten Goldgelb angelangt, nasal ein Mix aus schon leicht angeschwärzter Kochbananenschale plus reiferer Pfirsich, aber noch vor der Matschphase, leichter Hauch von Beifuß und Koriandersaat. Am Gaumen dann ebenfalls eine sehr reife, aber nicht opulente, sogar eher auf der schlanken Seite angesiedelte, trotzdem prägnante Frucht, der eine recht lebendige Säure gegenübersteht, die jedoch auch eine leichte Cremigkeit zuläßt; trotz Stahl eine leichte Großholzanmutung (vermutlich von der Hefe her), schmeckt ein bißchen nach hellerem, leichten Ackerboden. Beim ordentlich langen Nachhall kann sich die Säure am besten behaupten, hier sind die o.g. Kräuter ein bißchen kantiger, was jedoch aufgrund der Cremigkeit nicht zum Problem wird.

Wir sind nunmehr im "Jetzt-trinken-Stadium" ohne erkennbare Schwächen angelangt, trotz der eher schlanken Struktur gibt's keine aromatischen Löcher, sondern man hat dennoch genügend zu kauen. Für 5 Euronen von der Rampe ist das natürlich ein ziemlicher PLV-Kracher, aber auch die 15 Original-Taler wäre der Wein immer noch vollauf wert.
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2022/12/07/stahl-chardonnay-mit-anspruch/
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