Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 21.09.25 19:37

Bezeichnung: Riesling - Retzstadter Langenberg - trocken - VDP.Erste Lage
Winzer/Produzent: Rudolf May
Land / Region: Deutschland - Franken
Lage: Langenberg (Retzstadt - Franken) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2015
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 2152 013 16
Preis: 13,5 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 17.11.2016
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
Preis / Genuss: grandios
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 21.09.2025
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 09.06.2020:

Farblich ein mittleres Goldgelb, riecht braun-flintig mit einer Spur Tabak, daneben ein gelber Zitruskorb mit Ugli, Grapefruit und etwas Minneloa. Schmeckt dann saftig-zitrisch mit ähnlicher Sortenverteilung, vielleicht ein bißchen Zanzibar-Ananas noch, dazu ein Pampelmusen- sowie ein Chinin-Bitterchen; die Säure ist ordentlich, läßt aber eine gewisse Geschmeidigkeit zu, dazu ein deutliches Kräutersalzbett. Der sehr lange Abgang ist betont die Kräuterseite am meisten, auch hier ein hoher Frischegrad trotz leicht spürbarem Warmjahreinfluß.

Auch von der Alk-Seite her mit gerade mal 12,5 PS ein einerseits für 2015 schön schlanker, dennoch substanzvoller Franken-Riesling mit animierender Zitrus- / Bitterchen-Struktur, hier wurden die hinsichtlich Trinkfluß und Frische nicht unbedingt vorteilhaften Jahrgangsbedingungen mit Spitzentemperaturen bis ca. 40 °C aus meiner Sicht hervorragend umgesetzt.

Wertung vom 09.06.2020: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

-------

Verkostung vom 21.09.2025:

Fürs Äuglein gibt’s ein recht intensives Goldgelb, stramm auf dem Weg zum Altgold, nasenmäßig gibt’s einen reifen Zitrusmix mit leicht anfermentierten, gelben Orangen sowie Kumquat, minimal angewachst und mit einer subtilen Kräuterspur versehen. Geschmacklich fächert sich der reife Zitruskorb weiter auf und präsentiert auch Pomelo, Mandarine und Bitterorange mit ordentlicher, auch kantiger Etherik, was zu einer immensen Spannung mit den samtigen Albedoanteilen führt; die amtliche Säure ist gleichermaßen reif wie frisch, bodenseitig geht’s herb zementig-glimmerig im besten Sinne zu, dazu wieder diese feinen Oberschwingungskräuter. Dann ein mehrminütiger Nachhall, hier die höchste gefühlte Reife, allerdings noch klar auf der für mich positiven Seite, insbesondere auch, weil die Bitterorange sich hier von ihrer besten Seite zeigt.

Boah, jetzt gerade ist das für mich klar „groß“ und in einer GG-Runde wäre dieser Riesling sicher nicht als Pirat enttarnt worden. Allerdings kann’s durchaus sein, daß das in der nächsten Zeit relativ schnell kippt, sofern die Rieslingreifenoten von aktuell dezenter Wachsigkeit und Agrumenetherikkonzentrat zu Phenol, Benzol o.ä. mutieren (es sei denn, man ist Tankstellenfan), vielleicht dauert’s aber auch noch ein paar Jahre, ich traue mir hier trotz Schrauber keine zeitliche Prognose zu. Würde ich also vorsichtshalber nicht mehr allzu lange liegen lassen, wenn ich denn noch was hätte. Heute jedenfalls maximale Freude zu einem einst sehr überschaubaren Preis!
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2025/09/21/warmes-jahr-in-schlank/
Link 2: -
Link 3: -
  Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 462 mal abgerufen

Bilder:

 

Codes zur Veröffentlichung in Internet-Foren

Als Bilddatei für Internet-Foren (z.B. dasweinforum.de oder weinfreaks.de):


Einbindung als Text (forenunabhängig):


Veröffentlichung in facebook

Bitte einfach den Link aus der Adresszeile oder diesem Feld kopieren:





Kommentar zu dieser VKN schreiben:

Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
RSS      2004 - 2024 von Gerald Schuster, Advanced Technical Software :: e-mail: webmaster@verkostungsnotizen.net :: Datenschutzerklärung