Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 16.04.20 20:37

Bezeichnung: Riesling / Furmint - Hidden Treasures Nr3 - szaraz - OFJ
Winzer/Produzent: Moric feat. Villa Tolnay
Land / Region: Ungarn - Balatonboglár
Jahrgang: 2017
Typ: Weißwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Cuvée aus Riesling und Furmint
Preis: 14,8 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Pinard de Picard - 15.03.2019
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 13.04.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Farblich ein recht helles Gold- bis Zitronengelb, in der Nase anfangs einige, eher reduziert wirkende Frucht aus Ananas über Mirabelle bis Banane mit Anmutung von "sekundärer Süße", dazu ein paar weichere Kräuter; mit Luft und Temperatur kommen deutlich Flint und Limette incl. Bitterchen auf, die Fruchtseite dreht dann etwas zu Kokos und Kaktusfeige. Am Gaumen verhält sich das Ganze ähnlich, hier kommen die höchst unterschiedlichen Eigenschaften des quirligen Rieslings und des eigentlich eher behäbigen Furmint sehr schön zur Geltung, die Gegensätze der Rebsorten ergänzen sich perfekt zu einem recht runden Ganzen: der Riesling sorgt mit grüner Zitrusfrucht und Säure für Frische, der Furmint mit eigentlich etwas fetterer, sekundärer Frucht und schmelzig-salzigem Gestein für Struktur. Auch der ziemlich lange Abgang zeigt die geglückte Symbiose dieser ambivalenten Sorten.

Ich mag ja solche Cuvées aus gegensätzlichen Sorten sehr gerne, Riesling und Gewürztraminer ist zum Beispiel so eine -leider eher seltene- Kombi, die ich recht animierend finde. Nun eine weitere spannende Riesling-Kollaboration, hier mit einer zwar eher "leisen Spannung", aber vielleicht gerade deswegen recht belebend. Sehr eigenständig, super gemacht, Chapeau!

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

Nachtrag nach 72 Stunden mit Luft: die Frucht wirkt jetzt deutlich fetter, ohne schon ins opulente abzugleiten, dazu eine etwas belegte, flaumige und nunmehr flintfreie Mineralik. Am Gaumen ist die Frucht ebenfalls etwas herber, hier nun einiges an "grünem Torf", die Säure hat noch etwas an Boden gut gemacht, insgesamt kantiger als vor drei Tagen. Auch der Abgang hat die Lautstärke der Spannung etwas erhöht, hier übernimmt der erwähnte grüne torf klar die Führung.

Sehr überraschende Entwicklung! Eigentlich hatte ich erwartet, daß sich die aromatischen Gegenparts aufeinander zu bewegen und der Wein insgesamt runder und damit ggf. auch ein bißchen beliebiger wird, aber das genaue Gegenteil ist der Fall!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/04/13/noch-ein-verborgener-schatz/
Link 2: -
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