Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 17.05.21 21:51

Bezeichnung: Riesling - Trarbacher Hühnerberg - trocken - Kabinett - Pw
Winzer/Produzent: Martin Müllen
Land / Region: Deutschland - Mosel
Lage: Hühnerberg (Traben-Trarbach - Mosel) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2010
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 10,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: AP 2 588 656 15 11, No. 1396
Preis: 16,9 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 06.02.2020
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 14.05.2021
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 07.04.2020:

Farblich ein leuchtendes Goldgelb, in der Nase hochfrischer und dichter, gelber Zitruskorb mit Konzentrat aus Ugli und Zitrone sowie weißer Johannisbeere, deutliche Schiefergrundlage, mit Luft auch etwas Rosine und Dattel ohne Süße. Am Gaumen eine extreme Spannung zwischen der satten Säure (10,3 g/l) und dem deutlichen Extrakt, was letzteren sehr niederviskos macht und auf der anderen Seite die Gesichtsmuskulatur (zumindest bei mir) im entspannten Bereich beläßt, dazu eine recht mächtige, kühl-blaue Steingrundlage. Der Abgang ist ellenlang, dabei kühl-blau-zitrisch mit schöner Pari-Situation zwischen Frucht und Mineralik.

Im zugehörigen Livestream habe ich erfahren, daß hier ein deutlicher Anteil an Botrytis-Trauben enthalten ist, was für ein Mosel-Kabinettchen ja eher ungewöhnlich ist, aber den Umständen des Jahrgangs geschuldet war; darauf wäre ich selbst nie gekommen, wirkt aber schlüssig, denn so erklärt sich die immense Spannung in diesem Riesling. Wieder ein extrem schöner Vertreter des 10er Jahrgangs, der aber wohl auch gut polarisieren kann!

Wertung vom 07.04.2020: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: in der Nase anfangs plus weißer Trüffel, später anschwellend Torf. Am Gaumen wirkt der Schiefer noch etwas kühler und dennoch auch erdiger, die Säure noch etwas kantiger, der Abgang hat sich leicht zur Mineralik hin verschoben.

Nur in (schönen) Nuancen anders auf nach wie vor sehr hohem Niveau!

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Verkostung vom 14.05.2021:

Farblich ein recht sattes Goldgelb, nasal gibt's sauren Honig mit Zitrone und Ugli auf kühler, frisch geschnittener Steinplatte, mit Luft dann auch einige Orangen. Am Gaumen hochfrisch mit superklarer und knackiger Verjus-Säure, wieder grün-gelbe Agrumen auf blauem Gestein, auch hier mit Luft eine Entwicklung zu gelberen Agrumen hin. Auch der Abgang offenbart eine blitzsaubere, säuregestählte Agrumenstruktur, das Finale betont wieder die sehr traubige Säure recht schön.

Superklarer Riesling ohne jegliche Altersnoten, kein Gramm Speck auf den Rippen und dennoch klar die Region abbildend. Diesen Wein hatte ich vor gut einem Jahr schon mal probiert, ich war damals auch schon sehr begeistert, und habe noch ein Pünktchen mehr gegeben, was aber auch dem Wetter und / oder der Tagesform geschuldet gewesen sein könnte, allerdings meine ich auch, daß der Schiefer vor einem Jahr noch prägnanter war.

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: in der Nase noch etwas mehr Honig, wirkt auch etwas (extrakt-) süßer, die Orangen sind konzentrierter. Am Gaumen noch etwas mehr Spannung zwischen der nun messerscharfen Säure und den fast schon eckigen Agrumen. Auch der Abgang kommt noch ein wenig kompromißloser daher.

Legt noch mal eine Schippe an Knackigkeit oben drauf und ist damit wieder bei der letztjährigen Bewertung:

Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2021/05/17/alternativprogramm/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2020/04/08/noch-mehr-huehnerberg-live/
Link 3: -
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