Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 09.04.20 15:33

Bezeichnung: Riesling - Trarbacher Hühnerberg - trocken - Spätlese - Pw
Winzer/Produzent: Martin Müllen
Land / Region: Deutschland - Mosel
Lage: Hühnerberg (Traben-Trarbach - Mosel) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2015
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 11,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: AP 2 588 656 25 16, No. 1529
Preis: 22 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 02.04.2020
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 06.04.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Die Farbe ist leuchtendes Goldgelb, riecht nach einem gut gefüllten Fruchtkorb mit reifen Mirabellen und Reneclauden, dezent auch Zitrusnoten aus der Grapefruitzestenecke; ein Hauch Blumentopf bzw. Kellertreppe, der auch ein leichter Korkanflug gewesen sein könnte, denn ich habe diesen Bestandteil mit etwas Frischhaltefolie komplett eliminiert. Am Gaumen kommt die Zitrusseite mit Zitronenschale und Ugli deutlich mehr zur Geltung, die recht potente, aber nicht vorlaute Säure sorgt für eine schöne Spannung, ohne die Eleganz komplett links liegen zu lassen, der Schiefer spielt auch mit und hat neben einem Pomeranzen-Bitterchen noch ein herbes Bakelit-Bitterchen mit im Gepäck.

Bei dieser Spätlese -die erfreulicherweise nur 11,5 PS unter der Haube hat- gefällt mir vor allem einerseits die gefühlt recht kompromißlose Trockenheit -welche vor allem durch die Mineralik incl. Bitterchen noch betont wird- und die daraus resultierende Spannung zu dem Steinobst- / Zitrus-Mix. Interessant wäre eine Konterflasche, um zu verifizieren, inwieweit der -wahrscheinliche- leichte Korkanflug die Aromatik auch nach der TCA-Entfernung beeinflußt hat.

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

Nachtrag nach 48 Stunden mit Luft: in der Nase nun deutlich "spätlesiger" mit Kumquat, Blut- und Bitterorangen, später auch Minneloa, zwar durchaus dicht, aber doch auf die eher feinsinnige Art; die Kanten von vorgestern -welchen Ursprungs die auch immer waren- sind komplett weg, der Schiefer ist eher dezent vorhanden, dafür ein Hauch Torf. Am Gaumen ist die Blumentopfkante noch etwas spürbar, der Zitrusextrakt ist durchaus amtlich, die kernige Säure hat diesen aber souverän im Griff, die Steinseite ist hier etwas potenter. Auch der Abgang bietet eine leichte braune Bitterkante von Holzteer und saftelnder Zigarre, die Säure hat hier ihren großen Auftritt.

Bis auf den Abgang sind die Kanten nun deutlich abgeschliffen, dafür eine höhere Komplexität / Diversität auf der Fruchtseite, insgesamt eine schöne Seitwärtsbewegung.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/04/06/huehnerberg-online/
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