Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 02.03.20 20:53

Bezeichnung: Blaufränkisch - [Horitschoner] Kirchholz - Alte Reben - trocken - Mittelburgenland DAC
Winzer/Produzent: Weninger
Land / Region: Österreich - Mittelburgenland
Jahrgang: 2012
Typ: Rotwein
Rebsorte: Blaufränkisch
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L-N 8456/14
Preis: 16 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 30.10.2014
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 02.03.2020
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 17.01.2015:

Beim Weingut habe ich erfahren, daß der Boden dieser Lage lehmig-tonhaltig ist. Auch wenn ich vor Ort schon deutliche Unterschiede im Geschmack von "Hochäcker" bis "Dürrau" festgestellt habe, stoße ich bei der verbalen Beschreibung dieser Unterschiede doch an meine Grenzen.

Jetzt hatte ich den "Kirchholz" mal in Ruhe im Glas und versuche es nochmal: Vor allem fällt mir hier auf, daß der BF keine Fruchtbombe in Nase und Mund ist, er hat (natürlich?) die typischen dunklen Früchte wie Heidel- und Brombeeren, schwarze, reife Kirschen. Waldfruchtmarmelade fällt mir dazu ein, nur daß der Wein ganz und gar nicht marmeladig ist. Vom Holz her noch ein bißchen Vanille. Nach einigen Minuten im Glas sind die Tannine gar nicht angriffslustig, sondern eher zahm, aber deutlich spürbar. Irgendwo eine kleine Schmutzigkeit im Geschmack, die ich aber nicht näher beschreiben kann, vielleicht ein bißchen nasser Blumentopf oder so etwas. Einerseits ein schöner und typischer Blaufränkisch, aber schon mit einer gewissen eigenen Note, möglicherweise ist es nur diese kleine Schmutzigkeit, die ihn so positiv heraushebt.

Wertung vom 17.01.2015: Nachkauf 2 von 3

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Verkostung vom 02.03.2020:

Farblich ein dunkles Rubinrot mit sowohl violettem als auch leicht bräunlichem Rand, riecht leicht staubig nach Schattenmorellen und Schwarzkirschen sowie dezent Großholz. Am Gaumen dann deutlich weniger Staub als angekündigt, die Frucht ist angereift, aber nicht mal im Ansatz kompottiert, die Tannine sind auf der herben Seite unterwegs, zwar einerseits recht geschmeidig und quasi adstringenzfrei, aber auch mit ein paar Kanten ausgestattet; dazu leicht zementig-bittere Steingrundlage, über allem eine prägnante, nicht vorlaute Säure, wieder sehr dezentes, fast gehauchtes Holz. Der Abgang ist dann -vor allem im Finale- wieder etwas staubbetonter, hier auch ein klein bißchen mehr Pelz, die sekundäre, leicht rauhe Frucht spielt die ganze Zeit engagiert mit.

Kommt ein bißchen chiantiartig daher, ohne seine BF-Eigenschaften dabei zu verstecken, sehr schöne Säurebalance, ernsthafte Frucht, distinguiertes Holz; hier ist nichts lautes, marktschreierisches dabei, dennoch mit ordentlich Druck ausgestattet und einfach wunderbar strukturiert.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/03/02/blaufrankisch-von-verschiedenen-boden-teil-1/
Link 2: -
Link 3: -
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