Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 27.09.22 19:26

Bezeichnung: Riesling - Geisenheim Rothenberg - trocken - Große Lage - GG
Winzer/Produzent: Wegeler
Land / Region: Deutschland - Rheingau
Lage: Rothenberg (Geisenheim - Rheingau) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2012
Typ: Weißwein
Rebsorte: Riesling
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: AP 2 902 401 4 13
Preis: 32 Euro je 0,75 l (Sonstige Bezugsquelle) - 08.04.2019
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 25.09.2022
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 14.02.2020:

Farblich ein fast etwas giftig wirkendes Cadmiumgelb, riecht anfangs deutlich erdig-torfig, was sich jedoch mit Luft etwas abschwächt, dann erstarken die hauptsächlich orangen Zitruszesten in Form von Blutorange und Mandarine deutlich, dahinter leicht vernehmbar was kühles schieferiges. Am Gaumen sind dann die Mandarinen- und Minneloazesten und -spalten ganz vorne d'ran, andere Zitrussprengsel kommen und gehen, der Extrakt ist schlicht und ergreifend opulent, aber nicht "fett" im negativen Sinn, denn die Säure hält ganz gut dagegen, auch wenn sie gegenüber der Frucht nicht übermächtig ist; ergänzt wird das Ganze von einigem Schiefer, der aber ob der Zitrusübermacht nur auf den hinteren Plätzen mitspielen darf. Der minutenlange Abgang ist dann deutlich frischer als der Gaumenpart, hier kommt auch der mineralische Unterbau besser zur Geltung.

Fettes Zeug im besten Sinne; auch wenn dieses GG natürlich keine "10er Säure" bietet, hat es keinerlei behäbige Eigenschaften, es ist ziemlich viel d'rin, aber es ist auch in einem super sitzenden Maßanzug verpackt. Großer Spaß zu Forellenfilets mit Paprikagemüse und Coscous!

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: die erdig-torfigen Noten sind wieder erstarkt und machen sich neben den Mandarinennoten breit(er). Nach wie vor sehr schön, aber ich fand den "Rothenberg" am ersten Tag noch expressiver.

Wertung vom 14.02.2020: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25

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Verkostung vom 25.09.2022:

Farblich ein helleres Altgold (oder dunkleres Goldgelb, je nach Sichtweise), für den Riechkolben gibt's fortgeschrittenen Obstsalat mit Orangen, Mandarinen, Äpfeln und Pfirsichen, garniert mit etwas Bienenwachs und Linoleum, eine Art Balsaholznote schwingt noch mit. Schmeckt dann auch recht erwachsen mit den oben genannten Ingredienzien, dazu kommt ein Hauch Chinin, die Säure ist agil und doch geschmeidig, recht (rot-) erdige Basis, fast überdeckt von den Bitterchen auch ein bißchen Schiefer. Der ziemlich lange Nachhall präsentiert dann prominent zuckerfreie Honigaromen (Richtung Distel-, Koriander- ?), die Orangen mutieren auf animierende Art zu Bitterorangen, im Finale dann etwas Campari im Fruchtsalat.

Das ist immer noch richtig gut und holt seine Spannung mehr aus den bitteren Aromen denn aus der Säure. Dürfte jetzt ziemlich nah seines Zenits sein, die Bitterchen sind aktuell alle noch auf der Spaßseite angesiedelt, besser wird da aber vermutlich nix mehr. Paßte auch wunderbar zum Wolfsbarsch mit Wildreis-Kürbis-Plätzchen, solo funktioniert der Wein aber nicht mehr ganz so gut wie bei der Erstbegegnung...
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2022/09/25/mandarinensaft/
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