Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 17.05.26 20:20

Bezeichnung: [Cuvée] - [Ritten "Sacker"] - Ampelographos - Vino di Tavola
Winzer/Produzent: Ansitz Dolomytos Sacker
Land / Region: Italien - Südtirol
Lage: Ritten (Ritten / Renon - Südtirol - Alto Adige) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2000
Typ: Weißwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Cuvée aus (wahrscheinlich) Sauvignon, Grauburgunder, Veltliner, Weißburgunder, Petit Manseng, Riesling sowie über hundert griechischen Rebsorten, in speziellen, ca. 150 l großen, zigarrenförmigen Holzfässern mindestens zwei Jahre ausgebaut. Genauer Jahrgang unbekannt, vermutlich 2000 gekeltert, "L 2000" auf Etikett vermerkt.
Preis: 44 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Önothek 1000 e un Vino - 15.06.2019
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 17.05.2026
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 25.10.2019:

Farblich zeigt sich ein dunkles Braunorange, für den Riechkolben gibt's vom Fleck weg viele Quitten, etwas Orangeat, ein bißchen Großholz sowie Roiboos-Tee und Hartkäse. Am Gaumen dann Malz und Quittengelee, leicht likörig, etwas Schwarztee, fast etwas rote Schärfe, dazu eine lebendige Säure; im weiteren Verlauf zeigen sich noch Sechsämter-Kräuter ohne Alkohol sowie frische Braunwürze; wirkt dabei erheblich gereift, aber nicht alt. Dann ein sehr langer Abgang mit würzig-quittiger Frucht, geschmeidig und mit Druck, aber auch irgendwie leichtfüßig.

Auch dieser Zierock-Wein ist ein ganz eigenes Gewächs, jedenfalls habe ich noch nichts vergleichbares im Glas gehabt. Ist vielleicht nicht ganz so vielschichtig wie der letzte von uns verkostete Wein dieses Guts, aber als Quitten-Fan war ich natürlich trotzdem hin und weg...

Wertung vom 25.10.2019: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25

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Verkostung vom 17.05.2026:

Nach der Extraktion der Mutter aller elenden Bröselkorken (was mich schon aufgrund der schieren Länge des Zapfens von gut 60 mm über 10 Minuten wertvollster Lebenszeit gekostet hat) landet ein klares, dunkles Orangebraun im Glas; nasenmäßig zeigt sich ein Mix aus einerseits getrockneten Orangeagrumen, andererseits aber auch ein konzentriertes Elixier daraus, ein paar frischsaftige Anteile gibt’s aber auch, dazu ein Hauch Menthol bzw. Eukalyptus, letztlich noch etwas Wachs bzw. Kolophonium, Am Gaumen übernimmt eine ölige Bitterorange die Pole, weiters noch brandfreier Quittenlikör sowie eingedickter Roiboos-Tee, die Säure ist recht agil trotz ihrer deutlichen Reife und hält die gefühlte, leichte Cassonade-Süße super in Schach, steinseitig zeigt sich vor allem eine herbe Glimmerspur. Dann ein schön langer, herber Agrumendicksaftabgang ohne jegliche Schwere, im Finale ein leicht jodiges, reifes Camparibitterchen.

Das erinnert aromatisch mittlerweile an einen dieser extradicken, südspanischen Süßweine aus z.B. Pedro Ximénez, nur daß hier halt keine 200+ g/l Zucker im Spiel sind und so trotz der quantitativen wie qualitativen Fülle der Aromatik keinerlei Adipositas in Sicht ist. Die nicht kleinen, bitteren Kanten integrieren sich dabei vorbildlich und fördern den Trinkfluß mehr als ihn zu hemmen, auch bei den Solo-Gläsern. Das ist natürlich wie bereits bei der Erstbegegnung vor fast sieben Jahren deutlich reif, zeigt aber immer noch keinerlei Altersgebrechen und könnte vermutlich auch noch mindestens weitere 10 Jahre ohne Sinkflug überstehen.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2026/05/17/alt-aber-nicht-aeltlich-dick-aber-nicht-dicklich-relaunch/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2019/10/31/42-weinrunde-in-um-muenchen/
Link 3: -
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