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Details zur Verkostungsnotiz |
Eintrag erstellt/geändert am 16.05.26 19:31 |
| Bezeichnung: |
[Cuvée] - Amos - Vino bianco |
| Winzer/Produzent: |
Kränzelhof |
| Land / Region: |
Italien - Südtirol |
| Jahrgang: |
2014 |
| Typ: |
Weißwein |
| Rebsorte: |
Cuvée |
| Alkohol (Vol.%): |
13 |
| Verschluss: |
Naturkork |
| Weitere Angaben: |
Amphorenwein, Cuvée aus Sauvignon blanc und Muskateller,
L 8 |
| Preis: |
19,9 Euro je 0,5 l (ab Hof) - 15.06.2017 |
| Bewertung: |
Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25 |
| Preis / Genuss: |
akzeptabel/angemessen |
| Autor/Verkoster: |
EThC |
| Verkostungsdatum: |
16.05.2026 |
| Eingetragen von: |
EThC
... geändert von EThC
... [Rückfrage zur VKN an EThC] |
| VKN im Detail: |
Verkostung vom 03.10.2019:
Farblich ein deutliches Goldgelb, riecht zuerst recht dicht nach einem Mix aus Orangeat und Zitronat (also jeweils echtes, nicht das aromatisierte Zuckerzeuch), dahinter auch etwas Cointreau ohne Brandigkeit sowie eingemaischte Khaki und last but not least Lavendel. Schmeckt dann deutlich mehr nach Frucht, wieder Khaki und auch karamellisierter Pfirsich, erneut leicht der Orangenschalenlikör, dann einiges an provençalischem Blütenmeer, dazu eine stimmige Säure. Der Abgang ist recht lang und warm, dabei werden hier vor allem die Floralik und etwas süßer Tabak betont.
Dieser Jahrgang des Amos hat eine ganz eigene Aromatik, die zwar zum likörigen hinschaut, aber nur dessen positive Eigenschaften adaptiert; Alk und Zucker sind nicht in (für mich) störender Weise präsent. Läßt sich trotz allen Gehalts recht unbeschwert wegtrinken, da fällt eigentlich nur negativ auf, daß in der Flasche nur 0,5 Literchen d'rin sind. Wenn ich Stollen mögen würde (ist mir in der Regel von der Konsistenz her much too much), wäre das auch ein gut passender Wein dazu...
Wertung vom 03.10.2019: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
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Verkostung vom 23.05.2024:
Im Glas ein sehr intensives, dunkleres Goldgelb, das Ganze riecht nach sehr reifen und doch sehr frisch anmutenden Trockenkonzentraten von Ugli und Yuzu plus Jostabeeren, weiters ordentlich, aber nicht parfümiert Lavendel sowie etwas Rosenwasser, ein Hauch unbrandiger Cointreau schwingt noch mit. Am Gaumen dann auch ein paar zuckerbefreite Thymianhonigaromen, die an sich etwas eingedickte Frucht wird durch die straffe, jedoch nicht vorlaute Säure gut im Zaum gehalten, bodenseitig wirkt dieser Amphoringer tatsächlich tonig. Der schön lange Abgang wirkt dann trotz der eher warmen Fruchtaromen relativ kühl, die floralen Noten wirken verstärkt etherisch, immer noch ohne jede Plakativität; im Finale dann Blütenessenz pur, wiederum parfümfrei!
Das Likörige hat sich in den letzten 5 Jahren etwas zurückentwickelt, der Wein wirkt nun tatsächlich frischer und auch jugendlicher als bei der Erstbegegnung, trotz des Teilrückzugs der Fruchtseite entsteht aber kein aromatisches Loch. Auch werden die Rollen der beiden Cuvéepartner nun deutlich transparenter, ein rundum rundes Vergnügen mit ein paar wohligen Kanten! Gibt's übrigens ganz aktuell noch ab Weingut und hält mit Sicherheit noch einige Jahre auf hohem Niveau durch!
Wertung vom 23.05.2024: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
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Verkostung vom 16.05.2026:
Farblich ein sehr intensives, aber hell gebliebenes Goldgelb, nasenmäßig zuerst satt Rose und Lavendel, dennoch nicht parfümiert wirkend, erst dahinter Limetten- und Yuzu-Konzentrat, dazu etherische Kräuter von Melisse bis Curryblatt. Am Gaumen übernimmt der Muskateller-Anteil ebenfalls klar die Pole, die Sauvignonaromen muß man sich schon etwas erarbeiten, sind aber dennoch sehr schlüssig, die Kräuter sind in leicht süßlichen Thymian-, Salbei- und Rosmarinhonig verpackt; die eher unauffällige Säure hält den nicht ganz dünnen Wein wunderbar fließfähig, auch wenn sich eine leichte Öligkeit einstellt, bodenseitig fühlt sich’s wie ein Gemisch aus Ton und Talcum an. Dann ein sehr langer Floralik-Abgang, auch hier keine Spur von Plakativität.
Auch im 12. Jahr ist das eine wunderbare Muskateller-Interpretation, die durch den Sauvignonanteil etwas aufgepeppt wird (wobei vermutlich der SB sogar den größeren Mengenanteil hält), paßte heute wunderbar zum überbackenen Brokkoliauflauf und machte auch als Solist eine super Figur. Vermutlich züge sich das in 10 Jahren noch ähnlich erfreulich, wenn man denn noch was hätte; ja der Konjunktiv… |
| Trinkreife: |
trinken oder lagern |
| Link 1: |
https://ec1962.wordpress.com/2026/05/16/passt-auch-zum-stollen/ |
| Link 2: |
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| Link 3: |
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Bilder:
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