Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 23.11.22 20:07

Bezeichnung: Weisser Burgunder - trocken - [Gutswein]
Winzer/Produzent: Schäfer-Fröhlich
Land / Region: Deutschland - Nahe
Jahrgang: 2015
Typ: Weißwein
Rebsorte: Weißburgunder
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 7 713 041 04 16
Preis: 10,4 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 08.12.2018
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 23.11.2022
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 09.07.2019:

Im Glas ein helleres Strohgelb, nasenmäßig gibt's hellgelbe Frucht wie Birne und gelbe Pitahaya in Verbindung mit dezentem Vulkangestein / Tuffstein, ein Hauch Braunwürze schwingt noch mit. Am Gaumen kommen einige gelb-grüne, reduzierte Zitrusaromen mit ganz wenig Pampelmusenbitterchen dazu, die Säure ist vergleichsweise ordentlich und hält trotz recht pfundigem Extrakt und durchaus vorhandener Extraktsüße jeglichen Anflug von Breite auf weiter Distanz; die Steine sind auch hier deutlich, wenn auch weicher anmutend. Beim Abgang schiebt sich die leicht kantig-süßliche Zitrusaromatik nebst sehr angenehmem, leichten Bitterchen deutlich nach vorne und bereitet locker im Minutenbereich Freude.

Insbesondere gemessen an der Tatsache, daß dieser WB aus dem Warmjahr 2015 stammt und als Gutswein nun auch schon gut 4 Jahre auf dem Buckel hat, finde ich es recht bemerkenswert, wie erfrischend-mineralisch sich dieser Wein trotz gewisser Süßereserven präsentiert. Wenn man also mal einen Weißburgunder für einfachere Anlässe braucht, der aber wiederum aufgrund der eigenen, hochgeschraubten Ansprüche selbst nicht zuu einfach sein soll und eine gewisse "Nervigkeit" nicht stört, ist man hier auf jeden Fall nicht falsch.

Wertung vom 09.07.2019: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

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Verkostung vom 23.11.2022:

Im Glas ein recht helles, leicht schwefeliges Goldgelb, das in keinster Weise auf irgendeine Reife hindeutet. Das Näschen bekommt dann erst mal Reduktivität in Form von vulkanischem Basalt ab, dahinter läßt sich helleres Steinobst vermuten. Am Gaumen dann ebenfalls die Vulkandominanz, die Frucht in Form von sekundären Weinbergspfirsichen und Mirabellen -ergänzt um Pampelmuse und etwas Limette- bekommt hier jedoch deutlich mehr Raum, dazu die sehr klare, auch leicht kantige, aber nicht fordernde Säure, ein bißchen Piment ist hier noch im Spiel. Der ziemlich lange und frisch-kantige Abgang wird dann noch um ein paar etwas rassere Kräuter ergänzt, was sich vor allem im Finale bemerkbar macht, hier dann auch eine Lemon-Pepper-Spur.

Ich stelle mir ja gerne vor, was ich blind zu einem bereits bekannten Wein gemeint hätte, was natürlich unter äußerstem Vorbehalt steht, wenn man sich diese Gedanken aus einer Befangenheitssituation heraus macht. Hier meine ich, ich hätte im Hinblick aufs Alter wahrscheinlich auf 2019 getippt und ganz sicher nicht auf ein Warmjahr. Da ich eher wenige solch spritzige Weißburgunder kenne, hätte ich da vermutlich auch daneben gelegen, kann durchaus sein, daß ich voll in die Riesling-Falle getappt wäre. Verglichen mit der Erstbegegnung vor etwas mehr als 3 Jahren fällt auf, daß jeglicher Süßeeindruck nunmehr Geschichte ist und eigentlich nur pure Frische im Glas übrigbleibt, die jedoch beileibe nicht substanzlos wirkt. In der Gesamtbetrachtung ist das jedenfalls ein sehr spannender und ebenso expressiver wie frischer Weißburgunder im besten Sinne, der wahrscheinlich gerade in Höchstform ist, dem ich aber gut und gerne mindestens 5 weitere Jahre ohne Qualitätsverlust zutraue, großer Spaß!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2022/11/23/einfacher-anlass-einfacher-wein/
Link 2: -
Link 3: -
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