Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 26.05.22 21:48

Bezeichnung: Muskateller - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Seehof
Land / Region: Deutschland - Rheinhessen
Jahrgang: 2017
Typ: Weißwein
Rebsorte: Gelber Muskateller
Alkohol (Vol.%): 12
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 4 327 058 11 18
Preis: 6,94 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 07.06.2019
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: grandios
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 22.04.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 07.06.2019:

Leicht grünliches Strohgelb im Glas, in der Nase rebsortentypisch Rosen, Kiwi, Karambole, etwas Zitrone, etwas Estragon, mit Luft dann auch nicht ganz reife Weinbergspfirsiche, mit noch mehr Luft übernehmen letztere dann das Ruder. Am Gaumen ein recht intensiv-frischer Rosen-Fruchtmix, der sich jenseits jeglicher Plakativität bewegt, ein wiederum nicht ganz reifer Weinbergspfirsich kommt hier von Beginn an dazu. Der durchaus deutliche Extrakt hat mit der gut bemessenen Säure einen super Gegenspieler, etwas weißer Pfeffer erhöht die Spannung. Der Abgang ist recht lang und frisch-fruchtig, im Finale blitzt ein kleines, animierendes Bitterchen auf.

Sehr schöner Sommerwein, fern jeglicher Belanglosigkeit und mit vorbildlichem Süße-Säure-Spiel, kein bißchen zuckerschwanzig oder gar parfümiert. Für den Preis von knapp 7 Euronen noch mehr locker-flockigen Anspruch ins Glas zu bekommen ist vielleicht sogar möglich, aber nicht selbstverständlich...

Wertung vom 07.06.2019: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 22.04.2020:

Farblich ein helleres Strohgelb, riecht nach Löwenzahnwiese sowie Limette und etwas Koriander. Am Gaumen sehr frisch-würzig, etwas Lakritz, super erfrischende Säure, der Extrakt ist sehr potent, aber nicht vorlaut. Der sehr lange Abgang ist wunderbar ausgewogen zwischen Würze, Wiese, Zitrus und Säure.

In knapp einem Jahr hat sich vor allem die florale Aromatik etwas zur kernigeren Seite hin entwickelt, nach wie vor ein richtig schöner Muskateller mit einerseits ordentlich Druck und andererseits sehr beschwingter Frische, für mich ein kleines PLV Wunder.

Wertung vom 22.04.2020: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 22.04.2020:

Farblich ein mittleres Strohgelb mit grünen Reflexen, nasal eine straffe Blumenwiese plus grüne Äpfel, die aber doch eher reif wirken. Am Gaumen dann auch wieder "fett" Wiese und Mirabelle sowie was Apfeliges von der Renettenseite, selbstbewußte Säure, aber nicht kantig wirkend, kühle Kalkbasis. Der äußerst lange Abgang wirkt auch grün-gelblich stoffig, hier schabt der Extrakt etwas in wohliger Art, leichtes Rucola-Feeling.

Wenn hier "Erste Lage" auf dem Etikett stehen würde (ich weiß, gibt's nicht, weil A nur Muskateller und B kein VDP), wär das auch absolut schlüssig. Viel drin und viel dran bei diesem leicht und vor allem vorbildlich angereiften 7-Euronen-Wein, und das auch noch in bester Manier, Chapeau!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2022/05/26/es-ist-sommer/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2020/04/24/wrint-spaetburgunder-3-0-mit-nachtraegen/
Link 3: -
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