Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 30.10.20 21:11

Bezeichnung: Timorasso - Il Montino - Colli Tortonesi DOC
Winzer/Produzent: La Colombera
Land / Region: Italien - Piemont
Jahrgang: 2016
Typ: Weißwein
Rebsorte: Timorasso
Alkohol (Vol.%): 14
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L M16
Preis: 15,9 Euro je 0,75 l (Sonstige Bezugsquelle) - 25.05.2019
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 22 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 30.10.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 25.05.2019:

Die Farbe ist ein leicht ins orange gehendes Goldgelb, für's Näschen gibt's recht intensiv und reduktiv etwas indifferente Früchte, am ehesten Maracuja und angematschte Khaki, leicht mit Schießpulver gepudert. Am Gaumen dann reduzierte Limette, sehr reife Karambole, etwas Tamarinde, dazu eine deutliche, aber geschmeidige Säure, weiters sulfathaltige Mineralik und ein bißchen Beifuß. Der Abgang ist ziemlich lang mit distinguierter Frische und reduktiver Zitrusfrucht.

Vor ewigen Zeiten hab' ich mal einen Timorasso probiert, hat allerdings keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das ist hier schon ganz anders, schaut etwas in die Naturweinrichtung, ohne allzu sehr zu polarisieren, ist einerseits ausgewogen, aber auch hinreichend spannend hinsichtlich reduktiver Stilistik einerseits und angenehm frischebildender Säure andererseits. Kann man sich dran gewöhnen!

Wertung vom 25.05.2019: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 30.10.2020:

Ein sattes Messing bzw. Rotguß im Glas, riecht ziemlich dicht nach einem Mix aus Dosenpfirsichen und Physalis mit Korianderhonig und Piment, dahinter noch ein Schleier aus Orangenzesten und Bohnerwachs. Am Gaumen setzt sich das so fort, dem recht amtlichen Extrakt steht jedoch satt Säure gegenüber, welche das Ganze sehr dünnflüssig hält; zusätzlich sorgen hier einige reduktiv-grüne Noten aus der Essigbaum- und Tamarinden-Ecke für ordentlich Spannung; wenn man danach sucht, findet man noch ein paar seifig-herbe Steinchen als Unterlage. Auch der Abgang lebt von der Spannung der Extreme, die rebsortentypischen 14 PS sorgen für keinerlei Probleme, es entwickelt sich insbesondere im Finale eine gewisse Wärme, die aber gleichzeitig wieder effektiv weggekühlt wird, was recht speichelfördernd wirkt.

Timorasso ist von der Aromatik her -soweit ich das bis dato einschätzen kann- eigentlich immer etwas fülliger, die qualitativen Unterschiede -bezogen auf meine persönlichen Vorlieben- ergeben sich zum großen Teil aus der Säurestilistik, welche hier m.E. ganz hervorragend gelungen ist. Für mich klar einer der Top-Timorassi, der seit der letzten Begegnung auch nochmal deutlich zulegen konnte!
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/10/30/letzter-wein-vor-der-insel/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2019/05/31/38-weinrunde-in-um-muenchen/
Link 3: -
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