Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 03.03.19 14:31

Bezeichnung: 101 Rangs - Pouilly-Fumé AC
Winzer/Produzent: Château de Tracy
Land / Region: Frankreich - Loire
Jahrgang: 2014
Typ: Weißwein
Rebsorte: Sauvignon blanc
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben:
Preis: 66,9 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 01.12.2018
Bewertung: Nachkauf 2/3, Gesamt 22/25
Preis / Genuss: schlecht
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 02.03.2019
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Die Farbe ist ein etwas gedämpftes Goldgelb, schaut ein bißchen zum Ocker hin. In der Nase zuerst deutlich als SB erkennbar, mit den üblichen Ingredienzen wie Stachelbeere und auch Estragon, jedoch in keinster Weise "laut", sondern von Beginn an sehr nobel und feingliedrig wirkend. Mit der Zeit wird die Frucht gelber, die Stachelbeere wandelt sich zur Jostabeere, ein mürbes Äpfelchen blitzt auf, leicht auch nicht ganz reife Physalis sowie sehr reife Karambole, weiters entwickelt sich das "Fumé" mit Weihrauch, hellem Tabak und einem Hauch Malz, bleibt aber immer klar auf der distinguierten Seite. Geschmacklich ganz ähnlich, die Säure ist potent, aber auch sehr diskret, ein Schleier von Schmelz schwingt mit, auch die Steinchen sind sehr klein, aber deutlich spürbar. Der lange Abgang ist der gerbstofflastigste Teil des Genusses, aber auch hier spielt sich alles irgendwie sehr aristokratisch und geschmeidig ab.

Dieser Pouilly-Fumé offenbart seine Vorzüge nicht so ohne weiteres, er will schon entdeckt werden, man muß ihm etwas Zeit geben und sich mit ihm beschäftigen, zum Lohn entdeckt man schließlich eine hohe Komplexität und vor allem Feinheit, die einem verborgen bleiben wird, wenn man den "101" eher beiläufig trinkt. Der Wein gewinnt übrigens auch deutlich, wenn man ihn in die großen Burgundertöpfe (meine sind von Sophienwald) umfüllt, erstaunlicherweise geht er darin nicht unter, sondern blüht erst richtig auf. Deshalb ist er zum Essen auch fast zu schade, auch ich habe die wahren Qualitäten erst bei den nachfolgenden -großen- Solo-Gläsern entdeckt. Macht dann aber sehr viel Freude. Größtes Manko an dem Wein ist sein normaler Preis von gut 67 Euronen pro Flasche, weshalb ich dem Wein anfangs (während dem Essen) auch nur eine "1er" Nachkaufwertung gegeben hätte, nach dem letzten Schluck dieses adeligen Tropfens konnte ich mir dann aber doch vorstellen, daß ich mir sowas nochmal zulege. Zum Glück habe ich diese Flasche für einen Zwanziger als Restposten-Einzelflasche kaufen können; wenn ich mir tatsächlich nochmal eine zum Originalpreis zulegen würde, sähe die Gesamtkalkulation ja schon wieder deutlich freundlicher aus...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2019/03/03/sauvignon-blanc-fuer-die-oberen-10-000/
Link 2: -
Link 3: -
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