Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 26.12.25 12:50

Bezeichnung: Chardonnay - Le Blanc de la Rouge - Arbois Pupillin AOC
Winzer/Produzent: Philippe Bornard
Land / Region: Frankreich - Jura
Lage: Rouge (Pupillin - Jura) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2015
Typ: Weißwein
Rebsorte: Chardonnay
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L.08-3
Preis: 29 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Grandsbourgognes - 27.08.2018
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 25.12.2025
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 27.10.2018:

Ein deutlich trübes Goldgelb im Glas, bukettmäßig gibt's viel Flint, pastösen Schwefel, Streichholzschachtel und Bariumchlorid, keinerlei Frucht. So könnte es am Eingang zur Hölle riechen, dachte ich mir, ein anderer Einwurf aus der Runde war, der Wein hätte eine "pornöse Nase". Am Gaumen bizzelig, viel Kalk, dann saure Mango und Maracuja, mit der straffen Säure kommt eine größere Ugli nebst ihrem eigenen Bitterchen mit, weiters eine -für mich- sehr dichte, aber angenehme Kräuterigkeit sowie viele herbe Steine. Der Nachhall hallt sehr lange, die potente Säure sorgt in Verbindung mit der kernigen Frucht und saurem Malz für ordentlich Spannung.

Sowas haßt man oder man liebt es, dementsprechend polarisierte der Wein denn auch. Ich gehörte aber zu der Fraktion, die den Wein "leider geil" fand.

Wertung vom 27.10.2018: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25

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Verkostung vom 25.12.2025:

Ein minimalst getrübtes Goldgelb mit Ockerschlag im Glas, riecht nach sehr reduzierter Sekundärfrucht mit Zitronenschale und Mirabelle sowie angebrannter Bananenschale, garniert mit Basalt, weißem Rauch und einem Hauch Blumentopf. Auch geschmacklich ist die Frucht weit hinter der Mineralik angesiedelt, die selbstbewußte Säure wirkt leicht verjusig, einige Etherik von Pomelo und Zitrone unterstützt die mineralische Seite nach Kräften. Dann ein recht langer Nachhall, der die Etherik weiter hervorhebt, bleibt knapp vor dem Umschlagen in der Kleberecke.

Anfangs gab’s noch einen ordentlichen Hauch an Muff und und Blumentopf, weshalb ich erst an TCA-Befall dachte, hat sich jedoch zum Glück nicht bestätigt, konnte man gut bzw. fast vollständig rausschütteln. Zu alter Größe reicht’s dennoch leider nicht mehr, denn mit dem Schwinden der Frucht geht auch die Expressivität in die Knie. Ob das nun planmäßiger Verfall oder doch signifiknatem Einfluß des Korkens zuzuschreiben ist, bleibt in diesem Fall im Unklaren. Auch deswegen bevorzuge ich ja Verschlüsse, bei denen diese Zweifel gar nicht erst aufkommen müssen, im Jura bei den Stillweinen meines Wissens nach bisher leider nur durch Didier et Jules Grappe konsequent umgesetzt…
Trinkreife: schon abbauend
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2025/12/26/wars-der-korken-oder-war-ers-nicht-relaunch/
Link 2: https://ec1962.wordpress.com/2018/11/12/31-weinrunde-in-um-muenchen/
Link 3: -
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