Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 29.01.19 15:23

Bezeichnung: Grüner Veltliner - Grande Reserve - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Anton Bauer
Land / Region: Österreich - Wagram
Jahrgang: 2002
Typ: Weißwein
Rebsorte: Grüner Veltliner
Alkohol (Vol.%): 14,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben:
Preis: 28 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 01.12.2018
Bewertung: Nachkauf 3/3, Gesamt 22/25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 08.12.2018
Eingetragen von: EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Die Farbe ist bereits ein deutliches Bernstein, für's Näschen gibt's recht intensiv Kastanienhonig und Backapfel mit etwas Zimt. Riecht deutlich beerenauslesig, aber mit schöner, überlagerter Frische. Eine anfängliche, muffige Sherrynote ist innerhalb weniger Minuten komplett verschwunden. Am Gaumen ähnlich, der GV ist aufgrund der zwar nicht vordergründigen, aber effektiven Säure trotz der Auslesearomen sehr niederviskos, aus dieser Spannung entsteht jedoch kein geschmackliches Loch. Auch hier ist der Anfangsmuff nach kurzer Zeit verpufft, dafür macht sich nach und nach der GV-Pfeffer mehr und mehr bemerkbar. Fruchtseitig kann man sich noch getrocknete Datteln und Feigen dazu denken, der Fruchtextrakt erstarkt mit der Zeit ziemlich. Der Abgang ist von ordentlicher Länge, er kombiniert dabei Frische mit herber Honigsüße auf vorbildliche Weise, im Finale kommt auch ganz leicht heller Tabak auf.

Das war jetzt ein wirklich wunderschön gereifter Veltliner, der -nach ein paar Minuten zumindest- keinerlei störendes Alters-Beiwerk parat hat und auch die etikettierten 14,5 PS gekonnt zu verstecken weiß. Großer Spaß!

Nachtrag nach 48 Stunden mit Luft: Ein bißchen was war noch übrig und ich hatte meine Zweifel, ob dieser Rest nun überhaupt noch Spaß macht. Tat er aber! Die Aromatik hat sich nicht grundlegend verändert, der Wein ist auch nicht in sich zusammengefallen; die Frucht ist zwar etwas weiter oxidiert, das führt aber nur dazu, daß der GV jetzt etwas mehr nach Madeira schmeckt. Macht zu Weihnachtsplätzchen (Zimtsterne, Doppelte Plätzchen [ätsch, ihr habt keine Ahnung was das ist, aber ich will nicht noch mehr Freßfeinde generieren!], Dattelmakronen...) sehr viel Spaß! Echt schade, daß ich nicht mehr davon habe...
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2018/12/08/aus-einem-laengst-vergessenen-land/
Link 2: -
Link 3: -
  Diese Verkostungsnotiz wurde bisher 162 mal abgerufen

Codes zur Veröffentlichung in Internet-Foren

Als Bilddatei für Internet-Foren (z.B. dasweinforum.de oder weinfreaks.de):


Einbindung als Text (forenunabhängig):


Veröffentlichung in facebook

Bitte einfach den Link aus der Adresszeile oder diesem Feld kopieren:





Kommentar zu dieser VKN schreiben:

Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern erstellt werden !
Du kannst dich auf der Startseite anmelden bzw. kostenlos neu registrieren.
RSS      2004 - 2012 von Gerald Schuster, Advanced Technical Software :: e-mail: webmaster@verkostungsnotizen.net :: Datenschutzerklärung