Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 23.10.19 19:55

Bezeichnung: Grauburgunder - Meersburger Sängerhalde - 1 Lilie - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Aufricht
Land / Region: Deutschland - Bodensee
Lage: Sängerhalde (Meersburg - Baden) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2013
Typ: Weißwein
Rebsorte: Grauburgunder
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: AP 117 44 14
Preis: 16,9 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 04.09.2014
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 23.10.2019
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 07.06.2015:

Erster Eindruck in der Nase waren deutliche Kernobst- und Johannisbeeraromen, ganz dezente Vanille- und Nelkentöne, die auf moderaten Holzeinsatz hinweisen. Allerdings weiß ich nicht, welches Holz in welchem Maße tatsächlich im Einsatz war. Wie beim dem einen Tag zuvor genossenen GV schaden dem Grauburgunder ein paar Minuten Luft nicht, die Eleganz und Komplexität steigern sich dann deutlich. Am Gaumen kommen dann differenziertere Kernobstaromen nach reiferen Äpfeln, Birnen und Quitten durch, Walnüsse tauchen auf, ein klein bißchen Ledertasche entwickelt sich. Recht gehaltvoll, aber nicht schwer und fordernd, eher animierend, die facettenreiche Aromatik vor allem in der Nase wieder und wieder zu erforschen. Die Säure moderat, aber sehr schön ausbalanciert gegenüber dem nicht geringen Extrakt. Die 13,5 PS stehen dem Wein gut und sind keineswegs aufdringlich.

Wertung vom 07.06.2015: Nachkauf 3 von 3

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: Die Luft hat dem Wein nicht geschadet, die Veränderungen halten sich allerdings in Grenzen. Das eh' schon dezente Holz wird noch etwas samtiger, die Säure ein klein wenig präsenter, das oben beschriebene Lederaroma ist eigentlich nur noch erkennbar, wenn man wissend danach sucht. Insgesamt ein bißchen eleganter und gleichzeitig frischer als gestern.

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Verkostung vom 31.07.2018:

Im Glas ein leuchtendes Goldgelb, das Bukett zeigt recht dicht Pfirsich, Quitten und Mirabellen, dezente Holznote in Form von Bakelit und Koriandersaat; mit der Zeit taucht auch eine leichte Krautnote auf. Am Gaumen eine ähnliche Entwicklung, hier verstärkt sich vor allem ein Grapefruitaroma incl. leichtem, recht grün wirkendem Bitterchen, das sich nach gut einer Stunde abmildert. Die Säure ist für einen GB recht ordentlich ausgeprägt und läßt den Wein in einem recht frischen Licht erscheinen. Steinchen gibt's in Form von nassem, leicht teerig-bitter wirkendem Schiefer, wobei auch hier die Bitternote mit der Zeit zurückgeht. Der Abgang bietet mit einiger Länge die leicht chininbittere Frucht mit dezenter Holzbegleitung, auch hier entspannt sich die Lage an der Bitterfront, wenn man etwas Zeit mitbringt.

Immer noch ein recht schöner Wein, der mir allerdings in jüngerer Form deutlich besser gefallen hat. In den ersten 10 Minuten macht er den besten Eindruck, dann nimmt die Harmonie mit den Bitterstoffen -die ich für sich betrachtet gar nicht mal als großartig negativ einstufen würde- doch etwas ab, um dann wieder etwas aufzurüsten.

Wertung vom 31.07.2018: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25

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Verkostung vom 23.10.2019:

Die Farbe ist ein leuchtendes Messinggelb, in der Nase anfangs ziemlich krautig, mit etwas Luft geht das jedoch deutlich zurück und es bleibt ein reduktiver Fruchtrest von Khaki und Maracuja sowie Pfirsich zurück, dazu etwas Papierschlamm. Am Gaumen dann schön gereift reduktiv mit etwas Krautwickel, die Säure ist für einen GB sehr potent und hält das Ganze auf der unangestrengten Seite, ein paar Steine mit Ackerscholle bilden eine solide Unterlage. Der Nachhall hallt ordentlich lang und bestätigt den frisch-reif-reduktiven Charakter nochmals eindringlich.

Immer noch ein sehr schöner und durchaus ernsthafter Wein, der in der aktuellen Kondition fast schon als Pouilly-Fuissé durchgehen könnte...
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2019/10/23/burgund-am-bodensee/
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