Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 26.01.23 20:46

Bezeichnung: Müller-Thurgau - Feldmarschall von Fenner zu Fennberg - Weinberg Dolomiten IGT
Winzer/Produzent: Tiefenbrunner
Land / Region: Italien - Südtirol
Lage: Feldmarschall (Margreid - Südtirol - Alto Adige) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2003
Typ: Weißwein
Rebsorte: Müller-Thurgau
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L4146
Preis: 14,95 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Weinhandel Susanne Herold - 10.01.2017
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25
Preis / Genuss: gut
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 26.01.2023
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 28.04.2018:

Farbmäßig ist der alte "Feld" eher unauffällig, ein leuchtendes, durchaus dichtes, aber nicht dunkles Goldgelb zeigt sich im Glas. Für die Nase gibt's leicht mit Firnis überzogene gelbe, reife Kaktusfeigen, Ananasessenz und leicht Quitten, dahinter ein paar Wiesenkräuter und -blumen. Am Gaumen ein ähnlicher Eindruck, hier zeigt sich neben der immer noch recht frischen, leicht zitronigen Säure einiges an lehmbeschmierten und mit Eisenoxid versetzten, leicht herben Steinchen; eine anfangs vorhandene leichte Alu-Komponente verzieht sich nach gut 5 Minuten völlig. Der Abgang ist von schöner Länge, zuerst wird die pensionsreife Frucht schön in Szene gesetzt, das Finale betont dann die leicht erdige Mineralik nochmals schön, dabei hält die Säure alles klar im animierenden Bereich.

Da 2003 in Italien ja ein recht warmes Jahr war, das vielen Weinen frühzeitig zum Marmeladenstatus verholfen hat, hatte ich leichte Zweifel, ob dieser "Feld" noch Spaß macht; auch wenn ich weiß, daß die Lage des Feldmarschalls eine absolute Sonderstellung einnimmt. Ich habe auch keine Erinnerung mehr daran, wie der 03er vor ca. 10 Jahren geschmeckt hat, ungefähr da muß ich ihn zuletzt im Glas gehabt haben. Da gab's aber noch keine Aufzeichnungen von mir. Aber weit gefehlt, zuckt noch ganz ordentlich! Die Säure ist zwar nicht ganz so präsent, wie ich das von anderen Jahrgängen gewohnt bin, aber das kann auch dem Alter des Weins geschuldet sein. Altersfehltöne gibt's spätestens nach ein paar Minuten mit Luft auch keine, der leichte Firnton führt jedenfalls nicht zu Problemen. Es war also doch noch eine Menge an Spaß in der Flasche, und der wird sich wahrscheinlich auch nicht so schnell von dort verflüchtigen! Ich hab' noch eine...

Wertung vom 28.04.2018: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 21 von 25

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Verkostung vom 26.01.2023:

Im Glas ein leicht angedunkeltes Goldgelb, nasal zeigt sich ein Mix aus Quitte, Zanzibar-Ananas und reiferer Nektarine, welcher dezent mit Firnis gecoatet ist, dazu leicht angetrockneter Wiesenschnitt (so nach dem zweiten Wenden), ein bißchen Koriandersaat und Kardamom. Am Gaumen wird die Frucht-, Wiesen- und Kräuterseite noch um ein kleines Bitterchen aus der Koriandersaat ergänzt, die kumquatige Säure ist elegant und agil zugleich, bodenseitig bin ich bei Lehm mit Eisen. Der ziemlich lange Nachhall betont dann die Säure nochmal etwas mehr, die hier etwas zitroniger rüberkommt, im Finale beißt sich dann das oben erwähnte Kräuter- bis Chininbitterchen fest, welches ich aber der angenehmen Seite zuschlage.

In den letzten 5 Jahren hat dieser Müller bzw. "Feld" nicht abgebaut, er hat sich auch nicht signifikant verändert, sondern nur ein paar überschaubare Seitwärtsbewegungen vollzogen, vor allem wirkt der Wein aktuell kein Stück weiter gealtert als beim letzten mal; könnte gut und gerne eine weitere Halbdekade vertragen (oder vielleicht eine ganze?), nur blöd, daß dies nun endgültig meine letzte Flasche dieses Jahrgangs ist bzw. war...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2023/01/26/feld-mit-firn/
Link 2: -
Link 3: -
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