Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 23.01.22 19:41

Bezeichnung: Pinot blanc - [Überlinger Felsengarten] "Goldbach" - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Kress
Land / Region: Deutschland - Bodensee
Lage: Felsengarten (Überlingen - Baden) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2014
Typ: Weißwein
Rebsorte: Weißburgunder
Alkohol (Vol.%): 13
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: AP 3648 13 15
Preis: 22,5 Euro je 0,75 l (ab Hof) - 27.05.2015
Bewertung: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 18 von 25
Preis / Genuss: schlecht
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 23.01.2022
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 20.10.2015:

Im Glas ist der Goldberg-WB schön goldgelb und noch leicht perlend. In der Nase eine deutliche Holzaromatik, jedoch weniger auf der würzigen denn auf der Zedernholzseite. Die Fruchtaromatik verschwindet fast hinter dem Holz, man kann aber Quitte und Co. ausmachen. Am Gaumen ist das Holz zum Glück nicht ganz so prägnant, dafür erkennt man die Früchte umso besser: Quitte, frittierte Kochbanane, Backapfel mit Zimt, etwas buttrig, Sternanis und ein paar phenolische Noten, weiters Karamell und Kastanienhonig. Erfrischend viel Säure bietet der Wein, was dem deutlichen Extrakt gut entgegen wirkt. Die 13 PS fallen dadurch nicht weiter auf. Der Abgang ist lang und würzig-mineralisch.

Wertung vom 20.10.2015: Nachkauf 2 von 3

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Verkostung vom 28.03.2018:

Die Farbe ist ein dichtes, leuchtendes Goldgelb, die Nase bekommt vor allem Holzaromatik in Form von Nelke, Lederkragen und entfernt Vanille ab, dazu -auf der noch angenehmen Seite- was leicht molkiges. Frucht läßt sich hier eher erahnen, wenn, dann reif und gelb in Richtung Mango-Maracuja. Geschmacklich ist die Fruchtseite etwas präsenter, ein dunkelgelber Mix aus heimischem, reifen Steinobst und Exotik liegt hier etwa gleichauf mit dem Holz; auch hier eine dezente Molkenote. Die Säure ist unauffällig, vermeidet aber die allseits gefürchtete Weinbreite zuverlässig. Der Abgang ist druckvoll reif-fruchtig, dabei ewig lang und trotz allem Gehalt nicht belastend.

Der Holz-Pinot Blanc hat sich in den gut zweieinhalb Jahren seit der letzten Öffnung schon recht deutlich verändert (s.u.). Da gibt es einige für sich gesehen recht schöne Komponenten und insgesamt macht der PB eine ganz gute Figur, aber die Nachkaufschwelle reißt er in der aktuellen Kondition bei mir nicht mehr. Vielleicht haben sich auch einfach meine Vorlieben in der Zeit seit der ersten Flasche weit genug verändert...

Wertung vom 28.03.2018: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 18 von 25

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Verkostung vom 23.01.2022:

Farblich sind wir nunmehr bei einem leuchtenden Altgold angelangt, fürs Näschen gibt's eine recht intensive Honigfrucht aus der reifen Pfirsich-Quitten-Ecke, dazu ein Hauch Tabak. Schmeckt dann auch nach der genannten Frucht mit trockenem Honigcoating, schön ausbalancierte Säure, holzseitig eine eher dezente Tabak- / Beifußaromatik, steinseitig was leicht Herbes, das ich aber nicht näher beschreiben kann. Der ordentlich lange Abgang repetiert das nochmals recht schön.

Der Goldbach-PB ist nunmehr durchaus schön gereift, erfreulich ist vor Allem, daß sich keinerlei unangenehme Begleiterscheinungen in Form von harschen Bitterchen oder aromatischen Löchern auftun. Allerdings zeigt sich keine dem Preis angemessene Finesse, ist eher "einfach schön" bzw. "schön einfach", aber das kann man mit einem ordentlichen Orts-Weißburgunder auch erreichen, wenn auch in der Regel mit weniger Barrique-Aromatik. Also insgesamt kein Fortschritt seit der letzten Begegnung, aber auch kein Rückschritt.
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2022/01/23/holz-vom-schwaebischen-meer/
Link 2: -
Link 3: -
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