Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 22.10.19 11:34

Bezeichnung: Grüner Veltliner - brut - Sekt
Winzer/Produzent: Karl Steininger
Land / Region: Österreich - Kamptal
Jahrgang: 2014
Typ: Schaumwein
Rebsorte: Grüner Veltliner
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: dégorgiert im November 2016, L 11/16
Preis: 18,93 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 09.12.2017
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 18 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 21.10.2019
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 01.04.2018:

Die Farbe ist ein leuchtendes Goldgelb, blubberseitig gibt's etwas gröbere, aber in der Folge sehr beständige Perlage. In der Nase viel Kernobst von reiferen Äpfeln über frische Birnen bis hin zu Quitten, ein bißchen Gesteinsmehl schimmert durch. Am Gaumen sehr schön frisch, wobei sich die Traubensäure und das CO2 die Arbeit schön aufteilen, die Frucht wird hier mit einigem Extrakt sowie leichter, aber super eingebundener Restsüße auf einer ordentlich nassen Terrasse präsentiert; der Flaschengärer zeigt dabei nur dezent hefige Noten. Der Abgang ist von schöner Länge und hält die Frucht mit leicht herbem Anschlag auf recht hohem Niveau mit flachem Degressionsgradienten bereit.

Wirklich ein sehr schöner Sekt auf dem eher weinigen Ufer, durch die fast fehlende Hefeseite sehr fruchtig-frisch unterwegs, dennoch klar auf der ernstzunehmenden Seite einzuordnen, also keine eindimensionale Fruchtbrause.

Wertung vom 01.04.2018: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 21.10.2019:

Im Glas ein helleres Messinggelb, recht feine und nachhaltige Perlage. Riecht nach würzigem Backapfel mit einem Schuß Korkmehl, dazu ein bißchen Hefezopf. Am Gaumen dann vor allem leicht cremiger, mürber Apfel, weiters ein herb-staubiges Bitterchen; Fruchtsäure und CO2 ergänzen sich recht schön und halten den GV auf der elegant-frischen Seite. Der Abgang ist von ordentlicher Länge, ist dabei sehr geschmeidig mit herb-bitterem und hefig angehauchten Finale.

Dieser Schäumer bewegt sich irgendwo zwischen den sehr weinigen Fruchtschäumern und den deutlicher hefelastigen Blubberwässerchen nach traditioneller Machart. Er hatte allerdings m.E. einen ganz leichten Korkfehler, das oben erwähnte Korkmehl paßt jedenfalls so gar nicht zu meiner letzten, obenstehenden Beschreibung. War in dem Fall nicht schlimm, hab' ich wohlwollend als "Kante" eingeordnet, aber vielleicht sollte das Gut mal seine Korkqualität überprüfen, schließlich hatte ich schon mal eine Flasche von dort mit recht üblem TCA-Befall...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2019/10/22/gv-mit-sprudel/
Link 2: -
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