Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 06.12.22 20:21

Bezeichnung: Alvarinho - Monção e Melgaço - Muros Antigos - Vinho Verde DOC
Winzer/Produzent: Anselmo Mendes
Land / Region: Portugal - Minho
Jahrgang: 2016
Typ: Weißwein
Rebsorte: Albariño
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L17166C11
Preis: 9,95 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 05.04.2017
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 06.12.2022
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 18.12.2017:

Die Farbe ist eher Messing- denn Goldgelb, in der Nase hellgelbe Exotik wie Karambole, Guave und gelbe Kaktusfeige. Am Gaumen ist die Frucht leicht herb und mit ordentlich Gesteinsmehl gepudert, die Säure ist kernig, aber nicht fordernd. Auch der Abgang ist zwar vordergründig exotisch-fruchtig, aber auch hier sorgen Mineralien und Säure für Freude.

Recht schöner und unkomplizierter Zechwein, der durch seine ausgewogene Struktur mit kleinen Kanten auch höhere Ansprüche durchaus befriedigen kann. Ist zwar kein unbedingter Nachkaufkandidat, macht aber trotzdem Spaß!

Wertung vom 18.12.2017: Nachkauf 1 von 3, Gesamt 17 von 25

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Verkostung vom 04.05.2019:

Die Farbe ist ein mittleres Strohgelb, in der Nase anfangs Stachelbeere, Karambole und grüner Apfel, später gelber werdend, dazu einige Kräuter wie Thymian, Estragon, Oregano, die nach einiger Zeit zunehmend von Anis angeführt werden. Am Gaumen dann eher gelbe Kaktusfeigen und Mirabellen, super schöne Säure, die Kräuter hier etwas dezenter, dazu ein Pfefferhauch. Mit der Zeit (über gut 1 1/2 Stunden) bewegen sich die Kräuter hier ebenfalls deutlich auf die braunwürzige Seite, auch der Fruchtextrakt erstarkt signifikant. Der Abgang ist recht lang und zeigt im Finale auch Gesteinsmehl, welches die Früchte ummantelt.

Dieser Alvarinho startet erst mal fast schüchtern und sauvignonesk, um sich dann in einer schönen Reise zu einem dicht-frischen Rebsortenvertreter zu entwickeln. Gefällt mir aktuell deutlich besser als bei der Erstbegegnung.

Wertung vom 04.05.2019: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 03.02.2021:

Farblich ein helleres Messing, in der Nase ganz leicht Sherry, dazu angereifte und deutlich sekundäre, teils sogar etwas mostige Karambole sowie gelbe Pflaume, einige Kräuter aus der gerebelt-braunen Ecke wie Beifuß und Oregano, dezent auch nussige Anklänge. Geschmacklich setzt sich das so auf der leicht angecremt-eleganten Seite fort, die Frucht wirkt hier fast etwas muffig bzw. angestaubt, jedoch nicht auf die unangenehme Art, eher etwas museal anmutend; die Säure ist allerdings ziemlich agil und bringt einigen Pep in den ansonsten mittlerweile etwas gesetzt wirkenden Alvarinho, steinseitig fällt mir Marmorstaub ein. Der recht lange Abgang ist der mineralischte Teil und relativ herb unterwegs, hier hilft die verbliebene Fruchtsüße jedoch sehr gut dabei, diese Herbheit auf der beschwingten Seite zu halten.

Einerseits wirkt der Muros Antigos für sein zartes Alter von gerade mal 4 Jahren (plus ein bißchen was) nun schon relativ weit fortgeschritten, jedoch nicht in der Form, als daß ich bereits großartige Abstriche bei der Bewertung machen müßte. Ein viel längeres Leben traue ich dem Wein aber nun nicht mehr zu.


Wertung vom 03.02.2021: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 06.12.2022:

Ein ziemlich sattes Goldgelb zeigt sich da im Glas, geruchsseitig gibt's mit etwas Anlauf sehr reife Kaktusfeigen und ebenso fortgeschrittene Mirabellen, die Frucht befindet sich jedoch noch nicht im Matsch- oder gar Gärstadium, sondern verbreitet tatsächlich noch eine gewisse Art von Frische. Auch am Gaumen gehen Frische und Reife gut Hand in Hand, die Frucht bringt eine leichte, angenußte Cremigkeit mit, die durch die agile Säure gut im Zaum gehalten wird, die Steinseite ist recht fluffig gesteinsmehlig, Talcum paßt auch ins Konzept. Abgangsseitig dann ein paar sehr dezente Bitterchen aus der Braunkräuterecke, sehr geschmeidiges Finale trotz schöner Säurestruktur.

Ein bißchen anders präsentiert sich der Alvarinho nun schon, es ging aber seit der letzten Flaschenöffnung nicht bergab. Vielleicht stagniert der Wein auch noch ein paar Jahre so vor sich hin, an irgendwelche noch nicht erreichte Höhen glaube ich jedoch nicht. Ist auch egal, war eh die letzte Flasche...
Trinkreife: jetzt trinken
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2022/12/06/frucht-exot-aus-p/
Link 2: -
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