Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 22.11.20 20:58

Bezeichnung: [Cuvée] - Au Clos des Langres - Ladoix AOC
Winzer/Produzent: Domaine d'Ardhuy
Land / Region: Frankreich - Burgund
Lage: Clos des Langres (Corgoloin - Bourgogne / Burgund) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2015
Typ: Weißwein
Rebsorte: Cuvée
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: Cuvée aus 75 % Chardonnay und 25 % Pinot blanc, L. : LBLT
Preis: 19,37 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 19.10.2017
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 22.11.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 05.01.2018:

Für's Auge erst mal ein schon irgendwie cremig wirkendes Goldgelb, für die Nase gibt's gleich von beiden Rebsorten etwas, grüne Kochbanane genauso wie mürbe Äpfel und Williamsbirnen, auch etwas Papaya; das Ganze kommt leicht reduktiv-hefig daher. Am Gaumen ist der Wein gleich recht cremig und bringt einige leicht adstringierende Gerbstoffe mit ins Rennen, auch hier dezent, aber doch prägend etwas Hefe. Der Säuregehalt ist eher mäßig, dennoch stellt sich keine störende Breite ein, obwohl man den Ladoix gut und gerne auch in dieser Ecke einordnen könnte. Neben der Frucht, die hier gar keine so große Rolle spielt, kommt eine distinguierte grün-gelbe Zitrusaromatik mit, die allerdings deutlich zum Fluß beiträgt. Der Nachhall zeigt eine schöne Balance zwischen Cremigkeit und vornehm zurückhaltender Frische, auch hier spielt das Gerbstoff-Hefe-Gemisch eine gewisse Rolle.

Dies ist ein Burgunder, bei dem ich mich -ehrlich gesagt- erst mal ein bißchen "eintrinken" mußte. Mit dem richtigen -etwas leichteren- Essen macht er dann aber doch einige Freude, zumal sich die oben beschriebene Aromatik mit etwas Luft dann auch ständig "verschiebt".

Wertung vom 05.01.2018: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

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Verkostung vom 22.11.2020:

Farblich ein zum Rotguß blickendes Goldgelb, fürs Näschen gibt's eine leicht grünlich-reduktive Fruchtmelange aus grüner Kochbanane, Reneclauden und ein bißchen grüner Walnuß vor leicht grünlichem Holz, andere Farben zeigen sich quasi nicht, dennoch keinerlei Gefühl von Unreife. Am Gaumen setzt sich dieser Eindruck fort, dazu zeigen sich Noten von säurefreier Limette und Tamarinde, die Säure selbst ist sehr schön balanciert und erinnert an Verjus; steinseitig ein recht bemoostes Bachbett. Der sehr lange Abgang ist eigentlich der frischeste und speichelförderndste Teil, hier auch was Kräuteriges aus der Beifußrichtung.

Mittlerweile hat sich die Fruchtseite deutlich von der primären zur sekundären Seite bewegt, was der Säure und dem ebenfalls frischefördernden grün-reduktiven Anteil mehr Raum verschafft und den Wein insgesamt noch etwas ernsthafter erscheinen läßt als vor knapp zwei Jahren. Vor allem wirkt die grünlich-reduktive Seite hier nicht so gewollt wie bei manchem gehypten Wein dieser Machart aus D. Und das Ganze ist mit knapp 20 Euronen auch noch gut bezahlbar und demeter gibt's sogar noch oben d'rauf...
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/11/22/burgundisches-mischmasch/
Link 2: -
Link 3: -
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