Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 02.06.20 17:30

Bezeichnung: Chenin [blanc] - Les Caillardières - Savennières AC
Winzer/Produzent: Domaine du Closel
Land / Region: Frankreich - Loire
Lage: Caillardières (Savennières - Loire) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2015
Typ: Weißwein
Rebsorte: Chenin blanc
Alkohol (Vol.%): 13,5
Verschluss: Naturkork
Weitere Angaben: L. VSAVE415BT
Preis: 28,8 Euro je 0,75 l (im Handel) bei Vinus - 05.04.2017
Bewertung: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 31.05.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 10.11.2017:

Im Glas ein mittleres Bronzegelb, in der Nase gleich cremig-frisch-fruchtig anmutend, ganz leicht reduktiv dabei, etwas Brioche, dann mürbe, gelbe Äpfel, etwas Quitte, dazu speckige Ledertasche und ein ganz kleines Karamellbonbon. Am Gaumen zwingt einen zuerst die perfekte Balance zwischen Säure, schmelzigem Extrakt und einer eigenen nussig-hefigen Seite in die Knie. Die Frucht ist hier nur noch von sekundärer Bedeutung, einige konzentrierte, aber doch recht milde, eher gelbe Zitrusaromen sind in diesem Bereich ganz vorne. Den Rest geben einem einige samtige Gerbstoffe, wieder ein Hauch Leder sowie ein paar braune Salze. Der Nachhall hallt locker 3 Minuten, dabei bestimmt eine leicht malzige, sehr distinguierte Extraktsüße die Aromatik; hier gibt's wieder etwas mehr leicht herb-reduktive Frucht und eine große Zahl weiterer Aromenfetzen, die mit ihrem Kommen und Gehen eine exakte Beschreibung unmöglich machen.

Zu diesem Wein kann ich abschließend eigentlich nur sagen, daß er mich voll fett begeistert hat...

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: Immer noch ein wunderbarer Wein! Auffälligste Veränderung ist, daß sich nunmehr über alle Stadien hinweg eine recht intensive, eingelegte Birne bemerkbar macht, die allen anderen Aromen fast ein bißchen die Show stiehlt. Objektiv gesehen (soweit das überhaupt geht) tut das der Qualität keinerlei Abbruch, subjektiv gesehen war mir das Gleichgewicht der Kräfte gestern noch ein klein bißchen lieber...

Wertung vom 10.11.2017: Nachkauf 3 von 3, Gesamt 23 von 25

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Verkostung vom 31.05.2020:

Im Glas ein deutlich ins Ocker gehendes Goldgelb, riecht nach reduzierten Backäpfeln mit Mandeln, sogar etwas Marzipan, aber ohne Süße, dezente Großholzaromatik. Am Gaumen sind die Backäpfel sehr extraktreich und mit etwas Korinanderhonig angereichert, dazu wieder Mandeln und etwas Macadamia, daraus resultiert eine eher distinguierte Cremigkeit; die ebenso vornehme wie einflußreiche Säure sorgt für elegante Frische; untendrunter eine lehmig-kalkige Grundlage ohne Schwere auszulösen, etwas Koriandersaat gibt's auch noch. Der sehr lange Abgang wirkt auf mich auch irgendwie edel, Cremigkeit und Frische ergänzen sich vorbildlich, die Marzipanfrucht hat auch keine Ambitionen zur Breite.

Nach wie vor ein fast schon aristokratisch wirkender CB, der einerseits sehr harmonisch gemacht ist, dabei aber keineswegs unspektakulär daherschlurft; hier begeistert mich in erster Linie die superstimmige Balance aller Aromen, dicht und nicht breit, fluffig und frisch zugleich. Ganz weit oben in meiner (leider) eher kleinen Chenin blanc-Hitliste.
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/06/02/wieder-ein-schenengche/
Link 2: -
Link 3: -
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