Details zur Verkostungsnotiz Eintrag erstellt/geändert am 13.08.20 21:48

Bezeichnung: Silvaner - Röttinger Feuerstein - Steillage - trocken - Qw
Winzer/Produzent: Kraemer
Land / Region: Deutschland - Tauberfranken
Lage: Feuerstein (Röttingen - Franken) (in weinlagen.info)
Jahrgang: 2014
Typ: Weißwein
Rebsorte: Silvaner
Alkohol (Vol.%): 12,5
Verschluss: Schraubverschluss
Weitere Angaben: AP 7194 018 15
Preis: 14,8 Euro je 0,75 l (im Handel) bei 225 Liter - 23.12.2016
Bewertung: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25
Preis / Genuss: akzeptabel/angemessen
Autor/Verkoster: EThC
Verkostungsdatum: 13.08.2020
Eingetragen von: EThC ... geändert von EThC ... [Rückfrage zur VKN an EThC]
VKN im Detail: Verkostung vom 27.08.2017:

Im Glas ein schönes Goldgelb, in der Nase deutlich, aber nicht überfrachtet Feuerstein, etwas Bariumchlorid, dahinter aber doch deutlich erkennbar Nektarinen und Mirabellen, die sich im Laufe der Zeit dann doch ein bißchen nach vorne drängeln. Am Gaumen ist die Balance zwar von Beginn an etwas mehr zur fruchtigen Seite hin verschoben, klar bestimmend sind aber auch hier Steine und Zündplättchen. Die Säure ist ein schöner Frischegarant, der Abgang ist flintig-frisch mit leichter Fruchtbegleitung und Lakritzfinale.

Frischer und leichter Silvaner, der mit seiner dominierenden Feuersteincharakteristik zuerst etwas karg und fast auch abweisend wirkt, sich mit etwas Luft dann aber zu einem recht vielschichtigen, aber nicht "kracherten" Wein entwickelt. Ich persönlich stelle ihn für mich zwar eher in die "unkomplizierte Ecke", weil ich solche flintigen Sachen generell gerne mag, wer aber doch mehr Fruchtfan ist, wird mit diesem Silvaner möglicherweise nicht so warm.

Wertung am ersten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 19 von 25

Nachtrag nach 24 Stunden mit Luft: Innerhalb eines Tages hat sich der Silvaner doch recht bemerkenswert umgebaut. Alles Feuersteinige hat sich relativ stark zurückgezogen, dafür haben die Früchte als auch nicht die nicht feurigen Steine deutlich Boden gut gemacht. Es bleibt nach wie vor ein Wein mit deutlicher Mineralik, aber jegliche Kargheit, die den Wein gestern noch gut beschrieben hat, ist nun Geschichte. Insgesamt steigt der Spaßfaktor nochmal gut an, ist mir jetzt ein Pünktchen mehr wert...

Wertung am zweiten Tag: Nachkauf 2 von 3, Gesamt 20 von 25

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Verkostung vom 13.08.2020:

Farblich ein dichtes Messing, in der Nase sehr frisch anmutende, aber doch auch reife Weinbergspfirsiche nebst ein paar Pampelmusenzesten und leichter Kalkspur. Am Gaumen ist das Ganze dann deutlich schlanker aufgestellt, wobei die leicht sekundäre Frucht schon Substanz hat, die für einen Silvaner äußerst stark ausgeprägte Säure holt den Wein zusammen mit etwas Pampelmusensaft jedoch souverän auf die spritzige Seite, mineralischerseits denke ich hier eher an Soda. Der schön lange Nachhall lebt ebenfalls von der Pampelmusen- / Säurekombi, das Steinobst ist hier vollständig verschwunden.

Dieser Steillagen-Silvaner wird von der Nase bis zum Rachen immer frischer, zuerst dachte ich auch an das Adjektiv "karg" (zumindest ab dem Gaumenteil), das trifft's aber auch nicht so richtig, "schlank mit Grip" paßt vielleicht ganz gut. Der Flint aus der Erstbegegnung ist nun vollständig verflogen, was den Spaß im Glas jedoch nicht schmälert. Vielleicht hätte sich der Wein mit einem Tag Luft wie beim letzten mal noch etwas nach oben geschraubt, der Inhalt ist aber gefährlich schnell verdampft, deshalb diesmal endgültig "nur":
Trinkreife: trinken oder lagern
Link 1: https://ec1962.wordpress.com/2020/08/13/frisch-flintig/
Link 2: -
Link 3: -
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